17:54 23 November 2017
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    "Jabloko" und SPS fordern Ex-Premier Kasjanow zu Verzicht auf Präsidentenwahl auf

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    MOSKAU, 30. August (RIA Novosti). Der Aufruf des Chefs der Demokratischen Volksunion, Michail Kasjanow, an die Parteien „Union Rechter Kräfte“ (russ. Abk.: SPS) und „Jabloko“, auf die Duma-Wahl im Dezember zu verzichten, sind von den beiden politischen Kräften als „Doppelstandards“ bewertet worden.

    „Der Mann pflegt Doppelstandards: Er fordert die anderen auf, an den Wahlen nicht teilzunehmen, an denen er selbst nicht teilnehmen kann. Bei den Wahlen, an denen er sich beteiligen kann, sollen ihn aber alle unterstützen“, sagte der Vizevorsitzende der Partei "Jabloko", Sergej Mitrochin, am Donnerstag RIA Novosti. „Das ist nichts anderes als Zynismus“, stellte er fest.

    Zuvor hatte Ex-Premier Kasjanow auf seiner offiziellen Website "Jabloko" und die SPS aufgerufen, die baldige Dumawahl zu ignorieren, weil das Wahlsystem, das die Teilnahme nur Parteimmitgliedern erlaubt, dem Grundgesetz und den demokratischen Prinzipien widerspreche.

    In diesem Kontext schlug Mitrochin Kasjanow vor, unter Berücksichtigung seiner eigenen Argumente auf die Teilnahme an der Präsidentenwahl im Frühjahr 2008 zu verzichten. „Erst dann kann er die anderen zum gleichen Schritt auffordern“, so der "Jabloko"-Vizechef.

    Der Sekretär des Präsidiums des Politrates der „Union Rechter Kräfte“, Boris Nadeschdin, sagte seinerseits, die SPS werde jedenfalls an den Wahlen teilnehmen, „eben weil die Partei unter den gesetzlich festgelegten Bedingungen nicht allzu viele Möglichkeiten für die Äußerung ihrer Position hat.“ „Hätte Kasjanow gleichzeitig erklärt, er würde an der Präsidentenwahl nicht teilnehmen, dann hätte ich ihm geglaubt“, fügte Nadeschdin an.

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