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    Russlands Außenminister für engere Zusammenarbeit mit USA und EU

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    MOSKAU, 03. September (RIA Novosti). Russlands Außenminister Sergej Lawrow hält es für notwendig, auf die aus der Vergangenheit stammenden Klischees zu verzichten und gemeinsam mit den USA an der Lösung der globalen Probleme zu arbeiten.

    "Mit dem Ende des Kalten Krieges haben Russland und die USA nicht nur die Möglichkeit bekommen, sich auf die Lösung der gegenwärtigen Probleme zu konzentrieren, sondern dies auch gemeinsam zu tun", erklärte er am Montag in seiner Rede in der Moskauer Staatlichen Hochschule für internationale Beziehungen.

    Wie Russlands Außenminister betonte, sind Russland und die USA keine Gegner, insofern gibt es auch keinen Grund für einen neuen Kalten Krieg.

    Lawrow plädierte fur einen Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Russland, der Europäischen Union und den USA. "Ein Zusammenwirken in diesem Format ist bereits im Gange, bei einzelnen Fragen verläuft es aber noch viel zu zaghaft."

    In diesem Format werde auch das Kosovo-Problem diskutiert. "Wir rechnen damit, dass es auf diese Weise gelingen wird, das Weltschiff in eine ruhigere Bahn zu lenken", sagte der Minister.

    Im Rahmen des "Dreiecks" Russland - Europa - USA gibt es Fragen, bei denen die europäische Seite näher zu den USA steht, "es gibt aber eine Reihe von strategischen Fragen, bei denen Europa mehr Gemeinsamkeiten mit Russland hat", fügte Lawrow hinzu.

    Er äußerte sein Bedauern darürber, dass Großbritannien gewollt oder ungewollt zu einem Teilnehmer von Ränkespielen gegen Russland geworden ist. "Ich denke nicht, dass die britische Seite, indem sie vor einigen Jahren die Gewährung von politischem Asyl an einige odiöse Figuren beschlossen hat, wirklich damit gerechnet hat, sich die Möglichkeit zu sichern, beim innenpolitischen Prozess in Russland auf die Knöpfe zu drücken. Im Ergebnis wurde aber London gewollt oder ungewollt zum Teilnehmer von Ränkespielen und Provokationen gegen Russland."

    Die Spannungen in den Beziehungen zwischen Moskau und London waren entstanden, als Großbritannien im Juli beschlossen hat, vier russische Diplomaten auszuweisen und die Verhandlungen mit Russland über die Erleichterung der Visa-Formalitäten einzufrieren. Damit wurde die Weigerung Russlands bestraft, den Unternehmer Andrej Lugowoi auszuliefern, der von den britischen Behörden beschuldigt wird, den ehemaligen Offizier des russischen Geheimdienstes FSB Alexander Litwinenko in London getötet zu haben.

    Russland erwiderte diesen Schritt mit ähnlichen Handlungen: Es wies vier britische Diplomaten aus und setzte die Ausstellung von Einreisevisa für die offiziellen britischen Persönlichkeiten aus. Zugleich verzichteten die russischen Beamten auf ihre Besuche in Großbritannien.

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