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    Palästinas Führung: Einsatz internationaler Kräfte im Gaza-Streifen nicht erwogen

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    KAIRO, 03. September (RIA Novosti). Die palästinensische Führung erwägt die Heranziehung internationaler Kräfte zur Wiederherstellung ihrer Kontrolle über den Gaza-Streifen nicht, der von der islamistischen Hamas-Bewegung eingenommen worden war.

    Das erklärte Nimr Hamad, Berater des Vorsitzenden der Palästinensischen nationalen Administration (PNA), vor der Presse in der ägyptischen Hauptstadt Kairo nach den Verhandlungen mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Moussa.

    "Es ist verfrüht, über das internationale Engagement im Gaza-Srreifen zu sprechen, wo der Umsturz unternommen wird", sagte er.

    Ihm zufolge können die Palästinenser selbst, unter anderem die Einwohner des Gaza-Streifens, der heutigen Krise ein Ende setzen. Hamad teilte mit, dass viele Einwohner des Gaza-Streifens aus Protest gegen Hamas-Behörden am Freitag nicht in Moscheen, sondern auf Straßen und Plätzen beteten.

    Er fügte auch hinzu, dass der Konflikt zwischen den Bewegungen Fatah und Hamas die Positionen Palästinas in der internationalen Arena abgeschwächt habe.

    "Wir hoffen auf vernünftige Kräfte in der Hamas, die den ganzen Ernst dessen erkennen müssen, was geschehen ist und geschieht", sagte der Berater.

    Er rief die Hamas auf, alle staatlichen Einrichtungen im Gaza-Streifen zu räumen und all jene vor Gericht zu stellen, die Verbrechen begangen haben.

    Die Anfang Juni im Gaza-Streifen entstandenen Zusammenstöße zwischen Anhängern von Fatah und Hamas rafften das Leben von über 100 Palästinensern dahin. Weitere Hunderte wurden verletzt. Viele Fatah-Anhänger waren gezwungen, den Gaza-Streifen zu verlassen, nachdem die Hamas-Bewegung die volle Kontrolle in diesem Raum übernommen hatte.

    Die Machtübernahme im Gaza-Streifen durch die Hamas führte zur politischen und wirtschaftlichen Blockade der Region seitens der Weltgemeinschaft.

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