13:14 21 November 2017
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    Kosovo-Status: EU-Vermittler bezweifelt möglichen Konsens zwischen Belgrad und Pristina

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    BRÜSSEL, 03. September (RIA Novosti). Ein Konsens zwischen Belgrad und Pristina bei den Verhandlungen über den Kosovo-Status ist „ziemlich unwahrscheinlich“.

    Das äußerte der EU-Vertreter in der Vermittler-Troika, Wolfgang Ischinger, gegenüber der Internetzeitung EUobserver.

    Nach seinen Worten ist das Risiko, dass die EU-Troika nicht zu einem Einvernehmen zwischen den Konfliktseiten beitragen kann, groß. Damit sollte sich die EU darauf vorbereiten, „einstimmig nach dem 10. Dezember zu sprechen“, betonte er.

    Bis dahin sollen die Mitglieder der Kontaktgruppe ihre Initiativen zur Regelung des Kosovo-Problems dem UNO-Generalsekretär präsentieren.

    Die EU-Troika (Russland, EU, USA) hatte ihre Arbeit aufgenommen, nachdem Russland den Ahtisaari-Plan zur Kosovo-Regelung scharf kritisiert hatte, der die Verleihung der Souveränität an die abtrünnige serbische Region vorsah.

    Ischinger forderte die EU-Staaten auf, realistisch zu bleiben und sich darauf vorzubereiten, dass die kosovarischen Behörden die Unabhängigkeit der Region selbstständig erklären werden. „Aus dem Westen ließen sich Erklärungen hören, die das Kosovo auf dem Weg zur Unabhängigkeit ermunterten“, unterstrich der EU-Vertreter.

    Belgrad ist bereit, dem Kosovo eine umfassende Autonomie zu gewähren. Die Souveränität, die Pristina verlangt, kommt allerdings für die serbische Seite nicht in Frage.

    Laut EUobserver sind mehrere EU-Länder, darunter Großbritannien, Deutschland und Frankreich, bereit, die Position der USA zu unterstützen und die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen. Spanien, Griechenland und die Slowakei treten ihrerseits dagegen auf.

    Der Interimspremier des Kosovo, Agim Ceku, demonstrierte unlängst die Entschlossenheit der Region, ihre Souveränität zu verkünden. „Angesichts der fehlenden Resolution des UN-Sicherheitsrates sind wir bereit, unsere Unabhängigkeit zu verkünden und die EU und die USA aufzurufen, uns anzuerkennen“, erklärte Ceku laut EUobserver.

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