04:50 24 November 2017
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    Russlands Regierung bestätigte Deutschenprogramm

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    Die Regierung Russlands hat das Föderale Zielprogramm für die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der deutschen Gemeinde in Russland bestätigt. Premierminister Michail Fradkow hat die entsprechende Regierungsverordnung am Montag signiert, teilte die Pressestelle der Regierung am Montag mit.

    MOSKAU, 03. September (RIA Novosti). Die Regierung Russlands hat das Föderale Zielprogramm für die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der deutschen Gemeinde in Russland bestätigt. Premierminister Michail Fradkow hat die entsprechende Regierungsverordnung am Montag signiert, teilte die Pressestelle der Regierung am Montag mit.

    Für die Laufzeit von 2008 bis 2012 werden rund 80 Millionen Euro bereitgestellt, darunter aus dem Föderaletat etwa 70 Prozent. Das Regionalministerium ist beauftragt worden, das Zielprogramm auszuarbeiten und in die Regierung einzubringen.

    Das Programm zielt auf die Rückkehr der Russlanddeutschen und ihre Integration in das Leben ab, insbesondere auf den Gebieten Bildung, Gesundheit und Wohnraum. Der Schwerpunkt wird dabei auf die traditionellen Ballungsgebiete an der Wolga und in Westsibirien gelegt. Unter dem Strich werden sich jedoch 21 Regionen Russlands an dem Programm beteiligen.

    In den Ballungsgebieten der deutschstämmigen Russen leben viele Rückkehrer noch immer in zeitweiligen Unterkünften unter recht miesen Bedingungen. Es reicht weder an der erforderlichen Infrastruktur noch an sozialer Betreuung. Vermisst werden staatliche Kultur- und Bildungseinrichtungen, die auf die Bedürfnisse der Deutschen zugeschnitten sind. Der Deutschunterricht in den Mittelschulen lässt zu wünschen übrig.

    Für die komplexe Lösung der bestehenden Probleme bedarf es staatlicher Förderung, heißt es in der Regierungsverordnung. Die Schwierigkeiten der deutschstämmigen Russen als ein Volk, welches von den Repressionen betroffen war, hätten dazu geführt, dass Viele nach Deutschland übergesiedelt seien. Die Zahl der Deutschen in Russland habe sich von 1989 bis 2004 um 30 Prozent verringert, sodass sie heute nur noch 600 000 Menschen zählen.

    Die Übersiedlung nach Deutschland habe sich negativ auf die Lage und die Perspektiven der deutschen Bevölkerungsgruppe in Russland ausgewirkt. Das Dokument konstatiert in diesem Zusammenhang „einen gewaltigen Schaden für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Staates“.

    Die Zahl der deutschstämmigen Russen, die nach Russland zurückgekehrt sind und unter provisorischen Bedingungen leben, und die der Antragsteller auf eine Rückübersiedlung belaufen sich insgesamt auf ungefähr 8 000 Personen.