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    UN-Generalsekretär reist nach Darfur, um einen Friedenseinsatz vorzubereiten

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    NEW YORK, 03. September (RIA Novosti). UN-Generalsekretär Ban Ki Moon reist am Montag in die sudanesische Krisenprovinz Darfur ab, um Vorbereitungen für den bevorstehenden groß angelegten UN-Friedenseinsatz zu treffen.

    Der Bürgerkrieg in Darfur hat bereits 200 000 Menschen das Leben gekostet.

    „Der UN-Sicherheitsrat stimmte im Juli für die Entsendung eines 26 000-köpfigen multinationalen Kontingents nach Sudan unter dem Kommando der UNO und der Afrikanischen Union. Nach vielen Monaten Diplomatie haben wir nun eine historische Chance, die wir nicht verpassen dürfen“, sagte Ban Ki Moon am Dienstag voriger Woche. „Das ist der Grund, warum ich nach Sudan reise.“

    Wie der Generalsekretär äußerte, will er vor Ort die Bedingungen für die Stationierung des Friedenskontingents prüfen und sich mit den Bedürfnissen der örtlichen Bevölkerung vertraut machen.

    Um den Frieden in der Krisenregion wiederherzustellen, sind laut Ban Ki Moon drei Schritte notwendig: die Friedensmission, die Anbahnung von Friedensverhandlungen zwischen der sudanesischen Regierung, den Separatisten und der Provinz Darfur unter UN-Vermittlung sowie die Rückführung und soziale Integration von zwei Millionen Flüchtlingen.

    Ban Ki Moon will während seiner Reise den sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir zur Erfüllung aller Verpflichtungen bewegen, die die Regierung des nordafrikanischen Staates übernommen hat. Es handelt sich unter anderem um den Abzug der Truppen aus den aufständischen südlichen Gebieten, die von Christen besiedelt sind, sowie um die Einbindung der Rebellen in die Verwaltung der Öllagerstätten.

    Außerdem will Ban Ki Moon die Auslieferung von zwei sudanesischen Regierungsvertretern, denen Verbrechen in Darfur zur Last gelegt werden, an das Internationale Strafgericht fordern. Mit der sudanesischen Staatsführung will der UN-Generalsekretär zudem über deren Zusammenarbeit mit internationalen Missionen beraten. Am 23. August hatte Khartum beschlossen, einen EU- und einen kanadischen Diplomaten wegen Einmischung in innere Angelegenheiten des Sudan auszuweisen. Zuvor war ein UN-Sondergesandter unter demselben Vorwand ausgewiesen worden.

    Ban Ki Moon stellte fest, dass die Gewalt in Darfur trotz diplomatischer Anstrengungen bisher nicht beendet wurde. Der Weltsicherheitsrat hatte im Juli eine Resolution verabschiedet, die die Stationierung eines internationalen Friedenskontingents spätestens am 31. Dezember in Darfur beinhaltet, um dem blutigen Bürgerkrieg ein Ende zu setzen.

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