23:16 23 November 2017
SNA Radio
    Politik

    Ferrero-Waldner begrüßt Ermittlungen im Fall Politkowskaja

    Politik
    Zum Kurzlink
    Ermittlungen zum Mord an Reporterin Anna Politkowskaja (145)
    0 0 0 0
    ROM, 03. September (RIA Novosti). Die EU braucht feste Beziehungen zu Russland, doch Brüssel und Moskau müssen einige Streitfragen lösen.

    Das sagte die EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner in einem Interview für die italienische Zeitung „La Stampa“, das am Montag veröffentlicht wurde.

    Es liegt in unserem Interesse, gute Beziehungen mit zu Russland zu haben, weil unsere Systeme von einander abhängig sind. Dennoch gibt es Schwierigkeiten, die wir überwinden müssen, äußerte sie.

    Ihren Angaben zufolge ist das Problem des polnischen Fleisches eine solche Streitfrage.

    Wir haben eine sehr flexible Position diesbezüglich. Jetzt erwarten wir auch von der russischen Seite Flexibilität, betonte die Kommissarin.

    Russland hatte im November 2005 ein zeitweiliges Importverbot für Fleisch und Gemüse aus Polen verhängt - wegen des Verdachts, dass Polen diese Produkte aus Drittländern liefert, in denen ein Risiko gefährlicher Pflanzen- und Tierkrankheiten besteht. Daraufhin blockierte Polen im November 2006 die Verhandlungen über ein neues Partnerschaftsabkommen zwischen Russland und der Europäischen Union mit einem Veto.

    Das gegenwärtig geltende Partnerschaftsabkommen läuft im Dezember 2007 ab.

    Bezüglich der Wahrung der Menschenrechte in Russland betonte Ferrero-Waldner, dass die Festnahme von Personen, die der Teilnahme am Mord an der Journalistin der „Nowaja Gaseta“ Anna Politkowskaja verdächtigt werden, ein Schritt in die richtige Richtung sei.

    Letzte Woche sagte der russische Generalstaatsanwalt Juri Tschaika, dass der Fall Politkowskaja aufgeklärt sei, die Vollzieher, Organisatoren und Handlanger festgenommen worden seien und der Auftraggeber des Mordes feststünde.

    Themen:
    Ermittlungen zum Mord an Reporterin Anna Politkowskaja (145)