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    EU-Kommission für einige Erleichterungen des Visaregimes für Nachbarn

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    BRÜSSEL, 03. September (RIA Novosti). Die EU-Kommission hält es für notwendig, das Visaregime für Geschäftsleute, Staatsbeamte, Lehrer und Studenten aus den Nachbarländern der Europäischen Union zu erleichtern, die an der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) teilnehmen.

    Das erklärte die EU-Kommissarin für Außenbeziehungen und die ENP Benita Ferrero-Waldner.

    Wir (die EU-Kommission) streben ein erleichtertes, billigeres und schnelleres Verfahren für die Ausstellung von Reisegenehmigungen für Geschäftsleute, Regierungsbeamte und Personen an, die durch unseren (ENP-)Raum zu Bildungszwecken reisen, sagte Ferrero-Waldner auf der internationalen Konferenz „Gemeinsam an der Festigung der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) arbeiten“ in Brüssel.

    An der von der EU-Kommission organisierten Konferenz über die ENP beteiligen sich die Außenminister der Länder, die zum ENP-Kreis gehören: von Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Ägypten, Georgien, Israel, Jordanien, Libanon, Libyen, Moldawien, Marokko, der Palästinensischen Autonomie, Syrien, Tunesien und der Ukraine. Als Beobachter wohnt dem Forum in Brüssel ein Vertreter des Außenministeriums von Weißrussland bei.

    Die Teilnehmer des Treffens haben erstmalig die Möglichkeit bekommen, sich in dieser Zusammensetzung zu treffen und gemeinsam mit EU-Vertretern Fragen der Realisierung der ENP zu besprechen.

    Wie Ferrero-Waldner sagte, wird bis Ende 2007 das Visaregime insbesondere für Moldawien und die Ukraine erleichtert werden.

    Die EU-Kommissarin teilte mit, im Rahmen der Förderung der humanitären Kontakte gewähre die EU-Kommission unter anderem zweitausend Dozenten und Studenten aus den Nachbarländern der EU die Möglichkeit, an europäischen Universitäten ein Praktikum zu absolvieren.

    Außerdem habe, sagte sie weiter, die EU-Exekutive den Entwurf des Programms „Mobilität für Partnerschaft“ erarbeitet, das an den Teilnehmerländern der ENP erprobt werden könne.

    Dieses Programm sieht gemeinsame Handlungen beim Kampf gegen die illegale Immigration und Maßnahmen zum Heranziehen von Immigranten aus Drittländern als Arbeitskräfte vor. Gemäß den Ergebnissen einer Befragung zur öffentlichen Meinung, die der europäische Soziologiedienst „Eurobarometer“ vorige Woche veröffentlicht hat, sind 73 Prozent der Europäer davon überzeugt, dass die EU in den Nachbarländern die Demokratie einzuführen hilft, 67 Prozent meinen, dass sie die Entstehung von Kriegen und Konflikten in Europa abwende. 61 Prozent der Befragten äußerten, dass die Zusammenarbeit zwischen der EU und den Nachbarstaaten von gegenseitigem Nutzen sei. Gleichzeitig sind 79 Prozent der Befragten darüber besorgt, dass die EU für die Realisierung der ENP zu hohe Finanzmittel bereitstelle.

    Als Prioritäten der Zusammenarbeit mit den Nachbarn bezeichnen die Einwohner der EU-Länder den Kampf gegen den Terrorismus, die organisierte Kriminalität und die illegale Immigration sowie die wirtschaftliche Partnerschaft, den Umweltschutz und die Zusammenarbeit in der Bildungssphäre.

    An der im Mai/Juni dieses Jahres durchgeführten Befragung beteiligten sich 27 000 Einwohner der 27 EU-Länder.

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