08:54 21 November 2017
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    Kosovo-Status: Russlands Unterhändler erwartet Wende bei Direktverhandlungen in New York

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    MOSKAU, 04. September (RIA Novosti). Direkte Verhandlungen über den Kosovo-Status werden Ende September in New York stattfinden.

    Das teilte Alexander Bozan-Chartschenko, russischer Unterhändler in der Kosovo-Troika (Russland, USA und EU), in einem am Dienstag in der Tageszeitung "Wremja Nowostej" veröffentlichten Interview mit.

    In der vergangenen Woche in Wien hatten getrennte Verhandlungen zwischen Pristina und Belgrad unter Vermittlung der drei Vermittler stattgefunden. Dabei wurde auch ein Zeitplan beschlossen.

    "Der Troika gelang es in Wien, den Beschluss über den Beginn eines direkten Dialogs durchzusetzen", so der Diplomat.

    "Die Seiten bestätigten ihre Bereitschaft, den Dialog in New York abzuhalten", sagte er. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass Belgrad dabei auf höchster Ebene vertreten sein wird."

    "Das Wichtigste besteht aber nicht mal in der Ebene, sondern in der Bereitschaft der Seiten, einen direkten Dialog in New York aufzunehmen. Wenn es dazu kommt, so bin ich zuversichtlich, dass dies zu einer Wendeetappe im Verhandlungsprozess wird."

    Einige Tage vor dem Treffen in New York werde die Troika separate Treffen mit beiden Seiten in Europa abhalten. Der Ort für diese Begegnungen wird noch abgestimmt, sagte der Diplomat.

    Wie er weiter ausführte, ist der Vorschlag, die Provinz Kosovo aufzuteilen, weder für Belgrad noch für Pristina akzeptabel. Deshalb steht er nicht auf der Tagesordnung der drei Vermittler. "Für die Troika wird jede beliebige Entscheidung akzeptabel sein, die für die Seiten annehmbar sein wird", sagte Bozan-Chartschenko.

    "Uns gelang es, die Delegationen auf eine ernsthafte Arbeit einzustellen", fügte er hinzu. "Die getrennten Verhandlungen in Wien waren der Beginn einer ernsthaften und eingehenden Diskussion zu den Positionen der Seiten. Bei unseren Bemühungen, Punkte zu finden, die in Zukunft die Seiten einander näher bringen könnten, wurde in Wien praktisch jeder Aspekt der Positionen ausführlich erörtert. Diese routinemäßige Expertenarbeit im besten Sinne des Wortes verspricht zwar natürlich keine Durchbrüche morgen oder übermorgen, sie lässt aber sagen, dass der Verhandlungsprozess bereits auf eine feste Grundlage gestellt worden ist."

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