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    Serbiens Präsident warnt Kosovo-Albaner vor Ausrufung von Unabhängigkeit

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    Kosovo-Status (440)
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    Serbiens Präsident Boris Tadic hat sich für eine möglichst baldige Aufnahme direkter Verhandlungen mit den Kosovo-Albanern ausgesprochen.

    BELGRAD, 04. September (RIA Novosti). Serbiens Präsident Boris Tadic hat sich für eine möglichst baldige Aufnahme direkter Verhandlungen mit den Kosovo-Albanern ausgesprochen. Nur auf diesem Wege sei Kompromiss im Streit um den Status des Kosovo finden, sagte er am Montagabend bei einem Treffen mit Wolfgang Ischinger, dem EU-Unterhändler in der Kosovo-Troika, in der serbischen Hauptstadt Belgrad.

    Wie der Pressedienst des serbischen Präsidenten mitteilte, rief Tadic die zum Vermittlungstrio gehörenden Vertreter der EU, Russlands und der USA auf, "auf die albanische Seite einzuwirken, damit die Führung der Kosovo-Albaner auf das Vorhaben verzichtet, die Unabhängigkeit von Kosovo und Metochien einseitig zu verkünden, und einen konstruktiven Dialog aufnimmt".

    "Serbien strebt nach einer friedlichen Lösung des Problems dieser südlichen Provinz Serbiens und verweist darauf, dass die aus Pristina zu vernehmenden Drohungen, die Unabhängigkeit zu verkünden, wenn die Verhandlungen nicht zu einem Erfolg führen sollten, in unmittelbarem Widerspruch zum Völkerrecht stehen und den weiteren Verhandlungsprozess sinnlos machen", betonte der serbische Präsident.

    Zuvor war Wolfgang Ischinger mit dem serbischen Minister für Kosovo-Angelegenheiten, Slobodan Samardzic, zusammengetroffen. Wie der Minister betonte, ist die serbische Seite zur Teilnahme an direkten Verhandlungen mit der Delegation der Kosovo-Albaner bereit, die Ende September in New York stattfinden sollen.

    Am heutigen Dienstag wird der EU-Unterhändler mit Serbiens Premier Vojislav Kostunica zusammentreffen. Über seine Verhandlungen mit den Spitzenrepräsentanten Serbiens sowie mit der Führung der Kosovo-Albaner Ende August in Pristina wird der deutsche Diplomat beim EU-Außenministertreffen am 7. und 8. September in Portugal berichten.

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