20:44 18 November 2017
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    Annäherung zwischen IAEO und Iran ärgert die USA - "Wremja Nowostej"

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    MOSKAU, 04. September (RIA Novosti). Der IAEO-Bericht ist recht positiv für Iran ausgefallen, was seinerseits den Amerikanern gegen den Strich geht. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass Teheran mit der IAEO alle Fragen bezüglich der Experimente mit Plutonium gelöst hat.

    Dieser Schluss nimmt den USA einen wichtigen Trumpf aus der Hand. Sie behaupteten, die Plutoniumaufbereitung in Iran bezwecke den Bau einer Atombombe, schreibt die Zeitung „Wremja Nowostej“ vom Dienstag.

    Gemäß Präsident Ahmadinedschad besitzt Iran über 3 000 funktionierende Zentrifugen, und jede Woche kämen neue hinzu. Internationale Experten nannten die Schaffung von 3 000 Zentrifugen als „unumkehrbaren Punkt“ für das iranische nukleare Programm. Es gilt die Meinung, dass eine solche Gesamtkapazität für die Aufbereitung einer Uranmenge genüge, welche den Iranern die Entwicklung der ersten Atombombe binnen eines Jahres erlauben würde.

    Präsident Ahmadinedschad betonte: „Nur noch eines oder zwei Länder in der Welt machen bis heute Lärm um Irans Atomprogramm.“ Man errät unschwer, dass die Rede von den USA und von Großbritannien ist. In diese Logik fügt sich durchaus eine sonderbare Erklärung eines Gehilfen von Ahmadinedschad über die Zusammenarbeit mit Russland ein: „Iran ist daran interessiert, dass das AKW-Projekt in Bushehr rechtzeitig und eben durch die russische Seite abgeschlossen werde. Aber für den Fall, dass erneut Probleme um das Projekt entstehen, prüft Iran bereits andere Kandidaten für den Abschluss des Baus des Kernkraftwerks von Bushehr.“ Vor ein paar Monaten noch hätte sich die iranische Führung gehütet, allen Ernstes von der Einladung westlicher Unternehmen für den Bau in Bushehr zu reden.

    Irina Jessipowa, Leiterin des Pressedienstes von „Atomstroyexport“ (Generalauftragnehmer des AKW-Baus in Bushehr), hat der Zeitung mitgeteilt: „Wir realisieren den Vertrag, aber damit sind viele Faktoren verbunden. Der wichtigste davon ist die ungenügende Finanzierung des Projektes.“

    Die Unterfinanzierung der Bauarbeiten durch die iranische Seite wird es wohl kaum erlauben, die Realisierung vor dem Herbst 2008 abzuschließen.

    Nach Angaben von „Wremja Nowostej“ wäre die Übertragung des Vertrages über den Abschluss des Baus auf ein anderes Land mit gewaltigen technischen und finanziellen Komplikationen für Iran verbunden. „Atomstroyexport“ gibt an, dass sich auf dem Bauplatz des AKW über 1000 russische Fachkräfte befinden. Außerdem sind iranische Firmen und Unternehmen in die gemeinsame Arbeit einbezogen worden. Unter diesen Bedingungen würde der Verzicht Irans auf die Dienste der russischen Seite in keinem Fall zur Beschleunigung der Bauarbeiten oder gar zur Senkung der Selbstkosten des Objektes beitragen. Der Vertragswert übersteigt schon 1 Milliarde Dollar.

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