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    Ägyptens Präsident sieht in der Nahost-Konferenz eine neue Chance für Frieden in der Region

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    KAIRO, 04. September (RIA Novosti). Die internationale Nahost-Konferenz, die auf Anregung von US-Präsident George W. Bush im November einberufen wird, soll laut Ägyptens Präsident Hosni Mubarak den Palästinensern und den Israelis dabei helfen, Frieden zu erzielen.

    In den vergangenen Jahren habe man ergebnislos versucht, einen umfassenden und gerechten Frieden im Nahen Osten zu erzielen, sagte Mubarak nach Angaben der ägyptischen Agentur MENA. „Die Nahost-Konferenz bietet eine neue Chance, die nicht versäumt werden darf.“ Ein Scheitern der Konferenz würde negative Auswirkungen auf die ganze Region haben, sagte Mubarak am Dienstag in Alexandria bei einem Treffen mit dem Gesandten des Nahostquartetts, Tony Blair.

    Während der Konferenz, die in den USA stattfinden soll, werden israelische und palästinensische Offizielle sowie Vertreter anderer Staaten der Region über Probleme beraten, die einer Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen und der Gründung eines palästinensischen Staates im Wege stehen.

    Mubarak rief die Weltgemeinschaft auf, die Vorbereitungen für die Konferenz zu intensivieren. „Wir müssen die Konferenz gut vorbereiten, um greifbare Ergebnisse zu erzielen.“ Parallel zu den Bemühungen um eine Friedensregelung müsse die Etablierung von Staatsinstituten in den Palästinensergebieten gefördert werden, die Weltgemeinschaft müsse die Palästinensische Autonomie finanziell unterstützen, sagte Mubarak. Nach seinen Worten ist Ägypten bereit, bei der Vorbereitung der Konferenz tatkräftig mitzuwirken. In diesem Zusammenhang begrüßte der ägyptische Präsident die bevorstehende Nahost-Tour der US-Außenministerin Condoleezza Rice im September.

    Außerdem begrüßte Mubarak die Tätigkeit von Ex-Premierminister Großbritanniens Tony Blair in dessen neuem Amt als Sondergesandter des Nahost-Quartetts. Ägypten unterstütze die Schritte des Quartetts, die auf die Etablierung von Instituten eines unabhängigen palästinensischen Staates mit einer lebensfähigen Wirtschaft abzielen, äußerte er.

    Blair war am Dienstag erstmals als Nahost-Gesandter in Ägypten eingetroffen. Während seiner zweiwöchigen Nahost-Tour will Blair mit palästinensischen und israelischen Politikern sowie mit Staatschefs anderer Staaten der Region zusammentreffen.

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