16:08 20 November 2017
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    OSZE-Chef verspricht einen objektiven Bericht zum Raketenvorfall in Georgien

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    TIFLIS, 04. September (RIA Novosti). In dem Bericht zum umstrittenen Raketenvorfall in Georgien, der am 6. September dem Ständigen Rat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vorgelegt wird, wird sowohl der Standpunkt Georgiens als auch der von Russland berücksichtigt.

    Das teilte OSZE-Vorsitzender Miguel Angel Moratinos am Dienstag in Tiflis mit.

    Nach dem Vorfall vom 6. August habe er zu den betroffenen Seiten Kontakt aufgenommen und einen Sonderbeauftragten ernannt, der den Vorfall aufklären soll, sagte Moratinos nach Angaben der Nachrichtenagentur Nowosti-Grusia. Nach seinen Worten soll der Ständige OSZE-Rat den Bericht anhören und Stellung zu dem Vorfall nehmen.

    Der Sonderbeauftragte werde seine Arbeit fortsetzen, um den Streit beizulegen und derartige Vorfälle zukünftig zu verhindern, sagte der OSZE-Chef. „Die OSZE wird sich weiter um eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Russland und Georgien bemühen.“

    Georgische Behörden hatten behauptet, dass zwei Flugzeuge mit russischen Erkennungszeichen am 6. August in den georgischen Luftraum eingedrungen waren und ein Radar nahe der Stadt Gori mit Raketen beschossen hatten. Eine Rakete schlug nahe der Ortschaft Zitelubani ein, explodierte jedoch nicht.

    Russlands Militär wies die Vorwürfe als unbegründet zurück. Nach Angaben des Generalstabs in Moskau gab es am 6. August keine russischen Flugzeuge in Nähe des georgischen Luftraums.

    Nach Angaben der multinationalen GUS-Friedenskräfte im georgisch-südossetischen Konfliktraum war das unbekannte Flugzeug aus georgischer Richtung angeflogen und auch dorthin zurückgekehrt.

    Experten aus Schweden, den USA, Lettland und Litauen gaben nach ihren Ermittlungen vor Ort bekannt, dass ein nicht identifiziertes Flugzeug aus Russland kommend in den georgischen Luftraum eingedrungen sei und eine Rakete über einem Feld abgeworfen haben soll.

    Russische Ermittler, die eine eigene Untersuchung in Georgien durchgeführt hatten, gelangten zu dem Schluss, dass der Raketenabwurf vom 6. August in Georgien von der georgischen Seite inszeniert worden war. Davon zeuge etwa der Umstand, dass unter den Bruchteilen der vermeintlichen russischen Rakete ein Schild mit einer Aufschrift in englischer Sprache aufgefunden wurde, mit dem keine russische Rakete ausgestattet ist.

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