04:39 23 November 2017
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    Normalisierungsgespräche zwischen Japan und Nordkorea im ersten Anlauf ergebnislos

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    TOKIO, 05. September (RIA Novosti). Die erste Runde der Normalisierungsgespräche zwischen Japan und Nordkorea ist am heutigen Mittwoch in der mongolischen Hauptstadt Ulan-Bator ohne konkrete Ergebnisse beendet worden.

    Das berichtete der Fernsehsender NHK.

    „Wir führten einen wichtigen Meinungsaustausch durch, um das gegenseitige Verständnis zu fördern“, sagte der japanische Chefunterhändler Yoshiki Mine nach dem Treffen. Stein des Anstoßes sei nach wie vor das Problem der von Nordkorea verschleppten japanischen Bürger, sagte Mine. Er habe der nordkoreanischen Seite deutlich gemacht, dass eine Normalisierung der Beziehungen ohne Lösung dieses Problems nicht möglich wäre. „Wir müssen das morgige Gespräch abwarten. Die Reaktion der nordkoreanischen Delegation war nicht ausgesprochen ablehnend“, sagte er.

    In den 70er und 80er Jahren waren Japaner von nordkoreanischen Geheimdiensten entführt worden. Nordkorea bekannte sich offiziell zur Entführung von 13 Japanern. Fünf von ihnen konnten heimkehren. Die anderen sollen nach nordkoreanischen Angaben gestorben sein. Deshalb betrachtet Pjöngjang dieses Problem als erledigt. Tokio vermutet eine größere Zahl von Entführungen und fordert die Rückführung aller Verschleppten.

    Solange diese Frage nicht gelöst ist, verweigert Japan Nordkorea jede Hilfe, darunter auch Heizöllieferungen, die von Russland, den USA, China, Südkorea und Japan dem kommunistischen Land in Aussicht gestellt wurden, wenn es sein Atomprogramm einstellt.

    Die für Normalisierung der Beziehungen zuständige Arbeitsgruppe hatte bereits in diesem März in Hanoi getagt. Die Tagung endete aufgrund mangelnder Kompromissbereitschaft ohne Ergebnis.

    Tokio und Washington machen die Streichung Nordkoreas von der Liste der Geldgeber des Terrorismus von der Lösung der Frage der Geiseln abhängig. Nordkorea seinerseits fordert die Streichung von der Terror-Liste als Bedingung für den Atomabbau.

    Am vergangenen Sonntag einigten sich nordkoreanische und amerikanische Vertreter darauf, dass Nordkorea sein Atomprogramm bis Ende 2007 einstellt. Nordkorea ließ daraufhin wissen, dass die USA im Gegenzug versprochen hätten, das Land von der Terror-Liste zu streichen. Doch Washington dementierte diese Information. Die Streichung von der „schwarzen Liste“ werde von der weiteren Denuklearisierung der Korea-Halbinsel abhängen, hieß es.

    In der ersten Etappe des atomaren Abbaus hatte Nordkorea bereits seinen Kernreaktor in Yongbyon heruntergefahren und Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) ins Land gelassen. In der zweiten Etappe soll Nordkorea all seine Nuklearanlagen bekanntgeben und stilllegen. Dafür bekommt das Land 950 000 Tonnen Heizöl für seine Wärmekraftwerke.

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