04:49 24 November 2017
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    Tiflis empört über Einschränkungen für Personenverkehr im südossetischen Konfliktraum

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    TIFLIS, 05. September (RIA Novosti). Die Einschränkungen für die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung im georgisch-ossetischen Konfliktraum, die die Behörden der nicht anerkannten Republik Südossetien eingeführt hatten, haben laut dem georgischen Staatsminister Bakradse einen repressiven Charakter angenommen.

    „Je mehr Probleme (der südossetische Präsident) Kokoity für die einheimischen Einwohner schafft, desto schneller werden sie sich davon überzeugen, welch sinnlose Politik er betreibt. Die einheimische Bevölkerung wird darüber nachdenken und die richtige Wahl zwischen dem Angebot der Behörden in Zchinwali und dem der Regierung Georgiens treffen“, sagte der für Konfliktlösung zuständige Staatsminister David Bakradse, wie die Agentur „Novosti-Grusia“ berichtet.

    Das südossetische Innenministerium hatte beschlossen, ab dem 5. September den Personenverkehr auf der Straße Tiflis-Zchinwali sowohl in Richtung Georgien als auch in Richtung der nicht anerkannten Republik drastisch einzuschränken. Das teilte der südossetische Innenminister Michail Mindsajew telefonisch RIA Novosti mit.

    „Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Ossetten, die sich auf dem Weg nach Tiflis befinden, auf georgischem Territorium angeworben werden. Ihnen werden Rauschgiftmittel untergeschoben. Dann müssen sie zwischen Gefängnis und der Treue zu Georgien wählen, so beispielsweise im Fernsehen Unzufriedenheit mit der südossetischen Führung äußern“, sagte Mindsajew.

    Ihm zufolge werden alle durchfahrenden Autos gründlichst kontrolliert und nur in dringenden Fällen durchgelassen. „Niemand wird zu den Handelsmärkten von Tiflis und von Zchinwali gelangen können“, betonte der südossetische Minister.

    Mindsajew sagte auch, dass auf georgischem Territorium jetzt Osseten für die Teilnahme an einem so genannten „Friedensmarsch“ angeworben werden. „Diese Demonstration, an der 40 000 bis 50 000 Menschen teilnehmen sollen, wird von Tiflis bis nach Zchinwali ziehen“, erläuterte der Minister.

    Laut Mindsajew hat der „Friedensmarsch“, der von der georgischen Seite organisiert wird, zum Ziel, die Situation im Konfliktraum zu destabilisieren und den Kongress des ossetischen Volkes zu vereiteln, der am 17./18. September in Zchinwali stattfinden soll.

    Laut Mindsajew handelt es sich um eine Provokation gegen Südossetien.