13:08 21 November 2017
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    Normalisierungsgespräche zwischen Japan und Nordkorea enden ohne Ergebnis

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    TOKIO, 06. September (RIA Novosti). Die Normalisierungsgespräche zwischen Japan und Nordkorea sind am heutigen Donnerstag in der mongolischen Hauptstadt Ulan-Bator ergebnislos zu Ende gegangen.

    Das berichtete der Fernsehsender NHK unter Berufung auf japanische Regierungskreise. Nordkorea habe zwar nicht mehr darauf bestanden, dass das Problem der verschleppten japanischen Bürger gelöst ist, dennoch sei in dieser Frage kein Fortschritt erzielt worden, zitierte der TV-Sender eine Quelle.

    Es wird erwartet, dass der japanische Chefunterhändler Yoshiki Mine am Donnerstagabend auf einer Pressekonferenz über die Details der zweitägigen Gespräche berichten wird.

    In den 70er und 80er Jahren waren Japaner von nordkoreanischen Geheimdiensten entführt worden. Nordkorea bekannte sich offiziell zur Entführung von 13 Japanern. Fünf von ihnen konnten heimkehren. Die anderen sollen nach nordkoreanischen Angaben gestorben sein. Deshalb betrachtet Pjöngjang dieses Problem als erledigt. Tokio vermutet eine größere Zahl von Entführungen und fordert die Rückführung aller Verschleppten.

    Solange diese Frage nicht gelöst ist, verweigert Japan Nordkorea jede Hilfe, darunter auch Heizöllieferungen, die von Russland, den USA, China, Südkorea und Japan dem kommunistischen Land in Aussicht gestellt wurden, wenn es sein Atomprogramm einstellt.

    Eine für Normalisierung der Beziehungen zuständige Arbeitsgruppe hatte bereits in diesem März in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi getagt. Die Tagung endete aufgrund mangelnder Kompromissbereitschaft ohne Ergebnis.

    Tokio und Washington knüpft die Streichung Nordkoreas von der Liste der Schurkenstaaten an die Lösung der Frage über die Geiseln. Nordkorea seinerseits fordert die Streichung von der Terror-Liste als Bedingung für den Atomabbau.

    Am vergangenen Sonntag einigten sich nordkoreanische und amerikanische Vertreter darauf, dass Nordkorea sein Atomprogramm bis zum Jahresende einstellt. Nordkorea ließ daraufhin wissen, dass die USA im Gegenzug versprochen hätten, das Land von der Terror-Liste zu streichen. Doch Washington dementierte diese Information. Die Streichung von der „schwarzen Liste“ werde von der weiteren Denuklearisierung abhängen, hieß es.

    In der ersten Etappe des atomaren Abbaus hatte Nordkorea bereits seinen Kernreaktor in Yongbyon heruntergefahren und Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) ins Land gelassen. In der zweiten Etappe soll Nordkorea all seine Nuklearanlagen bekanntgeben und stilllegen. Dafür bekommt das Land 950 000 Tonnen Heizöl für seine Wärmekraftwerke.

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