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    Umstrittene US-Raketenabwehr: Putin diskutiert mit Bush bei APEC-Gipfel

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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Der russische Präsident Wladimir Putin und sein US-Amtskollege George W. Bush beraten bei ihrem heutigen Treffen am Rande des APEC-Gipfels in Sydney über die umstrittenen amerikanischen Raketenabwehrbasen in Europa.

    SYDNEY, 07. September (RIA Novosti). Der russische Präsident Wladimir Putin und sein US-Amtskollege George W. Bush beraten bei ihrem heutigen Treffen am Rande des APEC-Gipfels in Sydney über die umstrittenen amerikanischen Raketenabwehrbasen in Europa.

    Wie Putins Assistent Sergej Prichodko mitteilte, ist nicht zu erwarten, dass beide Präsidenten in Sydney im Streit um die Raketenabwehr einen Schlusspunkt setzen werden. Ziel des Treffens bestehe darin, einen aktiven Dialog zu diesem Thema unter Teilnahme von militärischen und politischen Experten in die Wege zu leiten, sagte Prichodko.

    Nach seinen Worten haben Experten mehr Fragen an die USA als an Russland. Die USA wollen eine Radaranlage in Tschechien und zehn Abfangraketen in Polen in Stellung bringen, um sich angeblich vor einem eventuellen Raketenüberfall der so genannten "Achse des Bösen" zu schützen. Hierzu zählt Washington vor allem Nordkorea und Iran. In Russland erregen die US-Pläne Besorgnis. Moskau sieht das US-Raketenabwehrsystem in Osteuropa gegen sich gerichtet.

    Im Streit um die Raketenabwehr schlug Putin beim G8-Gipfel in Heiligendamm Bush eine überraschende Lösung vor: die gemeinsame Nutzung der Radaranlage Gabala in Aserbaidschan (Südkaukasus). Im Gegenzug sollen die USA auf die Aufstellung der Raketenabwehr in Europa verzichten. Bei seinem Treffen mit dem US-Präsidenten in Kennebunkport (US-Bundesstaat Maine) schlug der russische Präsident zudem vor, neben der Radaranlage im aserbaidschanischen Gabala auch eine Raketenstart-Frühwarnstation gemeinsam zu nutzen, die derzeit in Südrussland gebaut wird. Wenn die USA zustimmen, wäre die Aufstellung des US-Radars in Tschechien und der Abfangraketen in Polen laut Putin überflüssig.

    Prichodko bezeichnete die US-Argumente als unbegründet. "Andererseits wäre es taktlos und unzweckmäßig, die USA in eine Sackgasse zu treiben", sagte er. Bush könne nicht einfach sagen: Washington habe es sich anders überlegt und verzichte auf die Installierung der Raketenabwehr, sagte Prichodko. Er räumte jedoch ein, dass sich der amerikanische Standpunkt allmählich ändern werde. "Gerade darauf arbeiten wir auch hin."

    Experten aus beiden Staaten werden laut Prichodko am 15. September zum zweiten Mal zusammenkommen, um über dieses Problem zu beraten. Bei ihrem ersten Treffen in den USA hatten die Experten unter anderem die Initiativen des russischen Präsidenten erörtert.

    Laut Prichodko werden Putin und Bush auch über die Lage im Irak und im Kosovo sowie über die Zukunft der russisch-amerikanischen Beziehungen nach den Präsidentenwahlen in beiden Staaten diskutieren.

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