16:11 20 November 2017
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    Uran-Deal mit Australien: Putin schließt Nutzung für Atomwaffen aus

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    SYDNEY, 07. September (RIA Novosti). Eine militärische Nutzung des australischen Urans in Russland ist laut russischem Präsidenten Wladimir Putin und australischem Premier John Howard ausgeschlossen.

    So kommentierten beide Politiker das kürzlich unterzeichnete Regierungsabkommen zwischen beiden Staaten über Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung von Atomenergie. Demnach soll Australien, das über 40 Prozent der weltweiten Gesamtreserven verfügt, Uran zur Verarbeitung nach Russland liefern. Verarbeitetes australisches Uran soll in russischen Kernkraftwerken verbraucht werden.

    "Das Uran wird gegen strenge Garantien an Russland verkauft", versicherte der australische Premier John Howard. Als unbegründet bezeichnete er die Befürchtungen einiger Politiker, dass Russland australisches Uran für militärische Zwecke abzweigen kann.

    "Diejenigen, die von einer militärischen Nutzung des australischen Urans in Russland reden, verstehen nicht, worum es geht, oder sie sagen das absichtlich, um die Zusammenarbeit zu behindern", sagte der russische Präsident Wladimir Putin. Nach seinen Worten hat Russland mehr als genug eigenes waffenfähiges Spaltmaterial.

    Seit Jahren habe Russland angereichertes Uran an die USA geliefert, "es gemeinsam mit Amerika verarbeitet und auf dem amerikanischen Markt verkauft", sagte Putin. "Wir verkaufen jährlich 30 Tonnen an die USA. Der gesamte Umfang erreichte bereits 500 Tonnen." Australisches Uran kaufe Russland ausschließlich für seine Atomkraftwerke. Laut Putin will Russland in den nächsten 15 Jahren 30 neue Kernreaktoren errichten.

    Der australische Regierungschef sagte seinerseits, Russland habe genug eigenes angereichertes Uran und verkaufe es größtenteils an die USA.

    Nach dem Abkommen, das 30 Jahre in Kraft bleiben soll und bei Bedarf verlängert werden kann, darf Russland australisches Uran bis auf 20 Prozent Gehalt von Uranisotop 235 anreichern. Im waffenfähigen Uran muss der Anteil des Uranisotops 235 zwischen 20 und 25 Prozent betragen. Außerdem darf Russland weder Materialien noch Technologien ohne Zustimmung Australiens und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) an Drittstaaten liefern.

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