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    Russlands Vizeaußenminister berät mit abchasischem Präsidenten über Regelung mit Georgien

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    MOSKAU, 07. September (RIA Novosti). Über eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen Georgien und dessen abtrünniger Provinz Abchasien hat der russische Vizeaußenminister Grigori Karassin am Freitag mit dem abchasischen Präsidenten Sergej Bagapsch beraten.

    Wie das Informations- und Presseamt des russischen Außenministeriums berichtete, erörterten Karassin und Bagapsch den Stand der georgisch-abchasischen Regelung und die Hindernisse, die den Verhandlungen im Wege stehen.

    Die im Süden des Kaukasus an das Schwarze Meer grenzende Abchasische Republik gehört zu Georgien, hat sich jedoch 1992 für unabhängig erklärt, was zu einem blutigen Krieg führte. Der Sezessionskrieg dauerte etwas länger als ein Jahr, führte zu Kriegsverbrechen, vielen tausend Toten und zur Vertreibung von vielen Georgiern, die in Abchasien gelebt hatten. Im Mai 1994 wurde ein Waffenstillstand vereinbart. Heute ist Abchasien de facto ein autonom agierender, jedoch international nicht anerkannter Staat.

    Im Sommer 2006 ließ Georgien seine Truppen in den oberen Teil des Kodori-Tals einmarschieren und setzte dort eine „Exil-Regierung Abchasiens“ ein. Der obere Teil des Kodori-Tals ist die einzige Region in der abtrünnigen Region, die nicht von der abchasischen Regierung kontrolliert wird. Abchasien verweigert seitdem jegliche Verhandlungen mit Georgien, solange die Exil-Regierung das Kodori-Tal nicht verlässt.

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