23:22 23 November 2017
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    Russland und USA führen Raketenabwehr-Gespräche in Paris weiter

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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Die zweite Runde der russisch-amerikanischen Konsultationen über die Stationierung von Teilen des amerikanischen Raketenabwehrsystems (ABM) in Europa findet am heutigen Montag in Paris statt.

    MOSKAU, 10. September (RIA Novosti). Die zweite Runde der russisch-amerikanischen Konsultationen über die Stationierung von Teilen des amerikanischen Raketenabwehrsystems (ABM) in Europa findet am heutigen Montag in Paris statt.

    Wie RIA Novosti vom russischen Außenministerium erfuhr, vertritt Russland der stellvertretende Außenminister Sergej Kisljak. Sein Verhandlungspartner ist John Rood, Sicherheitsexperte aus dem US-Außenministerium.

    Die USA haben vor, eine Radaranlage in Tschechien und Abfangraketen in Polen zu stationieren, und begründen das mit einer von Iran ausgehenden Gefahr. Moskau betrachtet Washingtons Argumente als nicht überzeugend und bewertet die geplante Stationierung von Teilen des ABM-Systems in der Nähe der russischen Grenze als eine Bedrohung für die nationale Sicherheit.

    In der vergangenen Woche hatte Rood die geplante Stationierung von ABM-Segmenten in Polen erörtert, zuvor hatte er Konsultationen in Tschechien geführt.

    Die erste Runde der russisch-amerikanischen Konsultationen über die Raketenabwehr hatte am 30. und 31. Juli in Washington stattgefunden. Damals legte die russische Seite den USA ausführliche schriftliche Vorschläge vor, mit denen die Initiativen präzisiert wurden, die Russlands Präsident Wladimir Putin zuvor unterbreitet hatte.

    Am Rande des G8-Gipfels in Deutschland hatte Putin den USA angeboten, als eine Alternative die Radarstation im aserbaidschanischen Gabala gemeinsam zu nutzen. Dies sollte den USA nach Ansicht der russischen Seite die Option bieten, auf die Stationierung von ABM-Segmenten in Osteuropa zu verzichten. Später schlug Putin vor, gemeinsam mit den USA auch die Raketenstart-Frühwarnstation im südrussischen Armawir zu nutzen.

    Indes hatte US-Außenamtschefin Condoleezza Rice erklärt, dass Washington auf seine Pläne zum Aufbau eines dritten ABM-Stellungraums in Europa nicht verzichten wird.

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