19:33 22 November 2017
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    Kasachstan verbietet nach Absturz Starts der russischen Proton-Raketen

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    Kasachstans Regierung hat ein Verbot aller Starts der Trägerrakete Proton auf dem Weltraumbahnhof Baikonur verfügt.

    ASTANA, 10. September (RIA Novosti). Kasachstans Regierung hat ein Verbot aller Starts der Trägerrakete Proton auf dem Weltraumbahnhof Baikonur verfügt.

    Das sagte der Vizepremier Umirsak Schukejew am heutigen Montag.

    „Heute werden wir dem Ministerpräsidenten eine Regierungsverordnung zur Unterschrift vorlegen, mit der die Starts aller Modifikationen der Proton auf dem Baikonur bis zur Feststellung der Absturzursache eingestellt werden“, sagte er in einer Regierungsberatung.

    Schukejew zufolge ist durch die Verordnung zudem eine außerordentliche Sitzung der Regierungsunterkommission für Baikonur vom 8. bis 12. Oktober vorgesehen, wo die Gewährleistung der Sicherheit von Kasachstans Präsident bei den Raketenstarts diskutiert wird.

    „Als provisorische Maßnahme soll der Vorsitzende der kasachischen Luftfahrt- und Weltraumagentur, Talgat Mussabajew, nach dem Erhalt des Berichts über die Raketenstarts das Komitee für nationale Sicherheit und den Sicherheitsrat informieren“, sagte der Vizepremier. Er fügte hinzu, dass bei Präsidentenreisen in Kasachstan der Start einer Proton-Rakete verboten wird.

    In den Nacht zum Donnerstag am 6. September stürzte die russische Trägerrakete Proton-M nach einem missglückten Start auf Baikonur 40 Kilometer von der Stadt Dscheskasgan entfernt ab, wo sich zu diesem Zeitpunkt Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew befand.

    Am selben Tag wurde durch die Luftfahrt- und Weltraumagenturen Kasachstans und Russlands beschlossen, die Starts aller Modifikationen der Trägerraketen Proton einzustellen, bis eine Regierungskommission die Ursachen des Unfalls geklärt hat.

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