08:55 21 November 2017
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    US-Kongress erwartet Bericht von Irak-Kommandeur

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    WASHINGTON, 10. September (RIA Novosti). Das Weiße Haus legt am heutigen Montag seinen 100-seitigen Bericht zur Lage im Irak dem Kongress vor und leitet somit eine Debatte über die weitere Irak-Politik ein.

    Wie RIA Novosti aus dem Sekretariat des Kongresses erfuhr, wird der Bericht vom Befehlshaber der Koalitionstruppen im Irak, General David Petraeus, und vom US-Botschafter im Irak, Ryan Crocker, vorgestellt.

    Laut einer Umfrage des TV-Senders ABC vom vergangenen Sonntag vermuten 53 Prozent der Amerikaner, dass Petraeus und Crocker versuchen werden, den tatsächlichen Stand der Dinge im Irak schönzufärben. Nur 39 Prozent erwarten eine wahrheitsgetreue Beschreibung der Situation in dem Golf-Staat.

    Petraeus und Crocker hatten ihren Bericht mit Hilfe von 16 amerikanischen, zwei australischen und zwei britischen Beratern erstellt.

    Nach der Debatte zum Bericht im Kongress wird US-Präsident George W. Bush voraussichtlich bereits in dieser Woche in einer Fernsehansprache ein Konzept der weiteren amerikanischen Irak-Politik vorstellen.

    Einige Details des Berichts sickerten in die US-Presse durch. Demnach werden Petraeus und Crocker die These von Bush unterstützen, wonach der neuerliche Ausbau der US-Präsenz im Irak bereits Früchte trägt. Als Beispiel werden sie auf die Normalisierung in der irakischen Provinz Anbar verweisen.

    Dabei stellen Petraeus und Crocker in ihrem Bericht angeblich fest, dass die politische Regelung im Irak mit der Verstärkung der Sicherheit nicht mithält. Sie schlagen vor, im Januar 2008 mit einem symbolischen Truppenabbau zu beginnen und etwa 4 000 Soldaten aus dem Irak abzuziehen. Zugleich bestehen beide auf weiteren Militäroperationen in dem Golfstaat, um Sicherheit und Stabilität zu stärken.

    Demokraten und Bush-Kritiker im Kongress, die auf einem Truppenabzug aus dem Irak beharren, kritisierten den Bericht noch vor dessen Veröffentlichung. Senator Joseph Biden (Demokrat) nannte die Position von General Petraeus grundsätzlich falsch und kündigte in einer Sonntag-Sendung des TV-Senders CBS an, er werde im Senat eine Abstimmung über einen Truppenabzug aus dem Irak fordern. „Ich werde feste Fristen für den Truppenabzug fordern“, sagte Biden.

    Laut ABC-Umfrage sehen 60 Prozent der Amerikaner keine Verbesserung der Lage im Irak. Rund 64 Prozent sind davon überzeugt, dass weder eine Ausdehnung von Militäreinsätzen noch ein Ausbau der US-Truppen im Irak in den kommenden Monaten mehr Sicherheit bringen werden.

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