23:19 23 November 2017
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    Teheran ruft auf, diplomatische Lösung des Atomproblems nicht zu behindern

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    TEHERAN, 10. September (RIA Novosti). Der Stellvertreter des Leiters der iranischen Kernenergiebehörde Mohammad Saidi hat die Gegner des Abkommens zwischen Teheran und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) aufgefordert, sich nicht dem Wunsch der internationalen Gemeinschaft entgegenzustellen, das iranische Atomproblem auf diplomatischem Wege zu regeln.

    „Leider versuchen ein oder zwei Länder in der letzten Zeit, durch ihr unlogisches Benehmen den Wünschen der internationalen Gemeinschaft entgegenzuwirken“, sagte Saidi in einem Interview gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur IRNA.

    Er präzisierte nicht, welche Länder er meinte.

    „Diese Länder sollten eine besser balancierte Strategie erstellen, da Iran Einverständnis mit der IAEO (über den Plan, die verbleibenden Fragen der Behörde zum iranischen Atomprogramm stufenweise abzubauen) erreicht hat“, sagte ein Mitglied des Verhandlungsteams zum iranischen Atomproblem.

    Am Montag begann im Wiener Internationalen Zentrum die Session des IAEO-Gouverneursrates. Traditionell arbeitet das Forum hinter geschlossenen Türen.

    Wie ein IAEO-Sprecher der RIA Novosti am Vortag mitteilte, wird die Session fünf Tage dauern. Die Vertreter von 35 Staaten werden die Maßnahmen zum Ausbau der internationalen Zusammenarbeit im Bereich nukleare Sicherheit, die Aktivierung der Tätigkeit der Behörde in Bezug auf Kerntechnologien und ihre Anwendung sowie andere aktuelle Themen erörtern.

    „Das Hauptthema ist der Iran-Bericht des IAEO-Chefs“, sagte der Gesprächspartner der RIA Novosti. Nach seinen Angaben soll der Bericht am Dienstag oder Mittwoch besprochen werden.

    Iran und die IAEO haben am 21. August im Laufe der Abschlussrunde der Verhandlungen in Teheran ein Abkommen über den Plan, die verbleibenden Fragen der Behörde zum iranischen Atomprogramm stufenweise abzubauen, erreicht. Die iranischen Behörden machen keinen Hehl daraus, dass Teheran mit dem Ausbau der Zusammenarbeit mit der IAEO eine neuen Resolution des UNO-Sicherheitsrates vermeiden will. Dabei schließen sie ein Moratorium für Anreicherungsarbeiten kategorisch aus und betonen, dass Iran nach dem Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen ein legitimes Recht auf friedliche Kerntechnologien habe.

    Mehrere ständige Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates wie die USA, Grossbritannien und Frankreich haben indes erneut dazu aufgerufen, den Druck auf Teheran zu verstärken und die Arbeit am Entwurf einer neuen Resolution mit zusätzlichen Sanktionen gegen den Iran aufzunehmen.