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    Moskau will russisch-japanischen Grenzstreit nicht mit G8-Gipfel auf Hokkaido verknüpfen

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    Moskau bewertet die Aussagen, denen zufolge die Durchführung eines G8-Gipfels auf Hokkaido mit dem Grenzproblem in den russisch-japanischen Beziehungen in Zusammenhang gebracht werden soll, als inkorrekt.

    MOSKAU, 10. September (RIA Novosti). Moskau bewertet die Aussagen, denen zufolge die Durchführung eines G8-Gipfels auf Hokkaido mit dem Grenzproblem in den russisch-japanischen Beziehungen in Zusammenhang gebracht werden soll, als inkorrekt.

    Darauf verwies der stellvertretende amtliche Sprecher des russischen Außenministeriums Boris Malachow am Montag. Seine Erklärung wird auf der Web-Seite des russischen Außenministeriums im vollen Wortlaut veröffentlicht.

    Der japanische Staatsminister für Okinawa, Nördliche Territorien, Wissenschaft und Technologie, Fumio Kishida, hatte in einer Erklärung die Durchführung des G8-Gipfels im Jahre 2008 auf Hokkaido an das Problem der „nördlichen Territorien“ in den russisch-japanischen Beziehungen geknüpft.

    „Die Versuche, die Lösung des Problems der Grenzziehung zwischen Russland und Japan mit solchen Veranstaltungen wie dem G8-Gipfel zu verknüpfen, bei denen bekanntlich Fragen ganz anderer Dimensionen erörtert werden, halten wir für höchst inkorrekt“, wird in der Erklärung des stellvertretenden Außenamtsprechers Russlands unterstrichen.

    Die japanische Seite erhebt Anspruch auf die Südkurilen und geht dabei vom russisch-japanischen Handels- und Grenzvertrag aus dem Jahre 1855 aus. Tokio macht diese Gebietsforderung zur Bedingung für den Abschluss des Friedensvertrages mit Russland.

    Die japanische Seite sei wiederholt - auch beim Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem japanischen Premier Sinzo Abe beim APEC-Gipfel in Sydney, darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass die russische Seite zur Fortsetzung des Dialoges über dieses schwierige und sensible Problem bereit sei, so Malachow.

    „Wir sind der Meinung, dass die Aussagen in der Art, wie sie vom japanischen Minister gemacht wurden, diese Perspektive nur weiter zurückstellen“, unterstreicht der stellvertretende Außenamtssprecher.

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