19:34 24 November 2017
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    Atomexperten erarbeiten Empfehlungen für die Stilllegung nordkoreanischer Atomanlagen

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    TOKIO, 11. September (RIA Novosti). Fachleute aus Russland, den USA und China reisen laut japanischer Zeitung "Yomiuri Shimbun" am Dienstag nach Nordkorea, um die Atomanlagen von Yongbyon zu inspizieren und Empfehlungen für die Teilnehmer an den sechsseitigen Verhandlungen über die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel vorzubereiten.

    Auf ihrer fünftägigen Reise auf Einladung Pjöngjangs wollen sie den einzigen funktionsfähigen und im Juli abgeschalteten 5-Megawatt-Reaktor von Yongbyon sowie die Wiederaufbereitungs- und Urananreicherungsanlagen besichtigen.

    Wie das Blatt erfahren haben will, war Pjöngjang durchaus zum Empfang amerikanischer Experten bereit, Washington habe indes vorgeschlagen, auch Fachleute aus Russland, die „die Technologie des Abbaus von Atomanlagen beherrschen“, und aus China einzubeziehen.

    Ein namentlich nicht genannter Beamter der Bush-Administration hat der Zeitung gesagt, dass der Besuch der Expertengruppe der erste Schritt auf dem Weg zur Realisierung der zweiten Etappe der Denuklearisierung sei. Auf der Grundlage ihrer Arbeitsergebnisse könnte ein "Fahrplan" für die Übergabe der vollständigen Liste aller nordkoreanischen Atomobjekte und ihre Stilllegung sowie für die Lieferung von 950 000 Tonnen Masut für die nordkoreanischen Wärmekraftwerke als Kompensation abgesteckt werden.

    Das Gutachten wird den Teilnehmern der sechsseitigen Verhandlungen, die vermutlich schon in der kommenden Woche in Peking zusammentreffen, zugehen, um die zweite Etappe der Denuklearisierung zu beraten.

    Washington und Pjöngjang hatten sich bereits darauf verständigt, dass die Stilllegung der nordkoreanischen Atomanlagen Ende 2007 abgeschlossen sein soll.

    Gemäß den Vereinbarungen der Verhandlungsrunde im Februar hat Nordkorea seinen einzigen Atomreaktor im Juli abgeschaltet und IAEO-Inspektoren den Besuch von Yongbyon genehmigt, damit sie die stillgelegten Anlagen versiegeln und Überwachungstechnik installieren können. Im Gegenzug sind 50 000 Tonnen Masut an Pjöngjang ausgeliefert worden.

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