08:57 21 November 2017
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    Hamas begrüßt Raketenangriff auf Stützpunkt in Israel

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    Die palästinensische Bewegung Hamas, die im Juli die Kontrolle über den Gazastreifen übernommen hatte, hat den Raketenbeschuss eines israelischen Stützpunktes begrüßt und die Palästinenser zu einem „von Allah gegebenen Sieg“ gratuliert. Bei dem Beschuss wurden Dutzende israelische Soldaten verletzt.

    GAZA, 11. September (RIA Novosti). Die palästinensische Bewegung Hamas, die im Juli die Kontrolle über den Gazastreifen übernommen hatte, hat den Raketenbeschuss eines israelischen Stützpunktes begrüßt und die Palästinenser zu einem „von Allah gegebenen Sieg“ gratuliert. Bei dem Beschuss wurden Dutzende israelische Soldaten verletzt.

    Die Gruppierungen „Komitees des Volkswiderstandes“ und „Islamischer Dschihad“ haben die Verantwortung für den nächtlichen Beschuss des Stützpunktes, wo die neu rekrutierte Soldaten den Grundkurs durchliefen, übernommen. Die Hamas nahm an der Operation nicht teil, doch Israel betrachtet sie wie schon häufig für alle Angriffe aus dem Gazastreifen als schuldig.

    „Natürlich begrüßen wir diese Operation und gratulieren unserem Volk zu seinem Sieg. Wir halten ihn für eine würdige Antwort auf die Verbrechen der Okkupanten, die ständig in unsere Gebiete eindringen“, sagte Hamas-Sprecher Hamad Rekeb gegenüber RIA Novosti.

    Ein anderer hochrangiger Hamas-Aktivist, Fausi Barhum, hat den Beschuss als „Sieg, den Allah dem Widerstand schenkte“ bezeichnet.

    „Wir halten den Widerstand für ein rechtmäßiges Mittel für die Selbstverteidigung und Wiederherstellung der verletzten Rechte des palästinensischen Volks“, sagte er in einer Sendung eines lokalen Radiosenders.

    Vertreter des „Islamischen Dschihads“ und der „Komitees der Volksverteidigung“ haben in Gaza eine Sonderpressekonferenz einberufen. Dabei gaben sie Einzelheiten der Operation preis, die den Codenamen „Sonnenaufgang des Sieges“ erhielt.

    „Wir wollten zeigen, dass wir keine Angst vor den Drohungen des zionistischen Feindes haben und vor seiner Invasion gewappnet sind. Ein Einzug in Gaza wird kein Spaziergang, ihn erwartet ein Vulkan. Wir sagen, dass der Dschihad weitergeht, wir haben eine Sprache - die der Waffen und Raketen“, sagte der Sprecher des „Islamischen Dschihads“, Abu Hamsa.

    Die Extremisten hatten zwei Kassam-Raketen auf einen Stützpunkt abgeschossen, der an der Grenze des Gazastreifens liegt. Eine von ihnen hat die Soldaten, die in ihren Zelten schliefen, mit ihren Splittern überhäuft.

    Nach präzisierten Angaben wurden 69 Menschen verletzt. Das ist die größte Verletztenzahl bei einzelnen Raketenbeschüssen auf israelisches Territorium aus dem Gazastreifen.

    Der Zustand eines Verletzten wird als kritisch bewertet, vier wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, sieben trugen mittelschwere Verletzungen davon. Alle anderen wurden leicht verletzt oder leiden an einem psychologischen Schock.

    Nach Angaben des Pressedienstes des israelischen Militärs wurden 26 Verletzte bereits aus dem Krankenhaus entlassen. 43 setzen die Behandlung fort.

    Israels Reaktion soll in einer Notstandssitzung besprochen werden, die Premierminister Ehud Olmert am Dienstag einberufen hatte.

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