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    Russland dementiert Behinderung der Ermittlungen im Vergiftungsfall Juschtschenko

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    KIEW, 11. September (RIA Novosti). Der russische Botschafter in der Ukraine, Viktor Tschernomyrdin, dementierte die Beschuldigungen des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko darüber, dass die russische Seite die Untersuchung seines Vergiftungsfalls behindere.

    Tschernomyrdin zufolge bat die Ukraine Russland diesbezüglich nicht um Hilfe. „Sie haben sich nicht (an Russland) gewandt. Ich denke nicht, dass es solch eine Bitte gab, denn das wüsste ich sicher“, zitiert die ukrainische Agentur UNIAN am Dienstag den Botschafter.

    In einem Interview für die britische Tageszeitung „The Times“ äußerte Juschtschenko, Russland blockiere die Untersuchung seiner Dioxin-Vergiftung.

    Er sagte, das Dioxin, mit dem er vergiftet worden sei, würde in drei Ländern hergestellt, von denen zwei Laboratorien ihre Proben zur Begutachtung zur Verfügung gestellt hätten, das russische jedoch nicht.

    Bezüglich dieses Interviews sagte Tschernomyrdin: „Wer sich an uns gewandt hat und an wen, ich weiß es nicht.“

    Wie er äußerte, ist dieser Fall eine innerstaatliche Angelegenheit der Ukraine: „Was sollen wir untersuchen? Findet euch selbst zurecht, ständig stört euch jemand, ist jemand schuld“, ergänzte er.

    Während der Wahlkampagne zur Präsidentenwahl im Herbst 2004 ist Juschtschenko vorläufigen Angaben zufolge mit Dioxin vergiftet worden, die Untersuchung dieses Falles wurde jedoch bisher nicht abgeschlossen.

    Juschtschenko selbst sagt, es sei bereits bekannt, welche Rolle jeder der Beteiligten an seiner Vergiftung habe, nennt jedoch keine Namen mit der Begründung, die Ermittlung nicht unter Druck setzen zu wollen.

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