06:52 25 November 2017
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    Palästinensischer Ex-Premier bereit zu einem Treffen mit PNA-Chef

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    DAMASKUS, 11. September (RIA Novosti). Der Ex-Premier der früheren palästinensischen Einheitsregierung und Hamas-Vertreter Ismail Hania hat sich zu einem Treffen mit dem Vorsitzenden der Palästinensischen nationalen Administration (PNA), Mahmud Abbas, in Saudi-Arabien bereit erklärt.

    Ziel des Treffens soll es sein, die innerpalästinensische Krise zu überwinden.

    Darüber informierte Hania in einem Telefongespräch mit dem Thronfolger von Saudi-Arabien, Sultan Abdel Aziz, berichtet die syrische Nachrichtenagentur SANA.

    Hania war zum Chef der palästinensischen nationalen Einheitsregierung geworden, nachdem es nach mehrmonatigen ergebnislosen Versuchen durch Vermittlung von Saudi-Arabien gelungen war, im März dieses Jahres in Mekka ein entsprechendes Abkommen mit dem Chef der Fatah-Bewegung, Abbas, zu schließen. Doch die nationale Einheitsregierung existierte nur bis Juni.

    Nach dem bewaffneten Umsturz im Gazastreifen, als die Hamas-Bewegung die Sicherheitskräfte dort unter ihre Kontrolle gebracht hatte, gab der PNA-Chef den Erlass über die Regierungsauflösung und die Berufung eines neuen Ministerkabinetts unter Leitung von Salam al-Fayad heraus. Diese Regierung wurde bisher im Gazastreifen nicht anerkannt.

    „Hania hat in seinem Gespräch auf die Notwendigkeit verwiesen, die gemeinsame Tätigkeit auf der Grundlage der in Mekka erzielten Vereinbarungen wieder aufzunehmen, und sein Festhalten an der Einheitlichkeit des palästinensischen Volkes und an der Untrennbarkeit des Gazastreifens und des Westjordanlandes bekräftigt“, sagte der ehemalige palästinensische Außenamtssprecher Taher al-Nunu.

    Es gibt allerdings wenig Chancen dafür, dass Abbas dem Vorschlag von Hania zur Wiederaufnahme der Verhandlungen folgen würde. Der PNA-Chef hatte sich zuvor kategorisch geweigert, mit der Hamas-Führung auch nur zu sprechen, solange die Situation um die Verwaltung des Gazastreifens nicht auf den früheren Stand vor dem Juni-Umsturz gebracht ist.

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