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    Spekulationen über Ernennung Sergej Iwanows zu Russlands Premier - „Wedomosti“

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    MOSKAU, 12. September (RIA Novosti). Im Kreml, in der Regierung und in den Unternehmerkreisen verdichten sich in letzter Zeit Gerüchte, laut denen der Erste Vizepremier Sergej Iwanow demnächst zum Premier ernannt wird. Wie ein dem Präsidentenstab nahe stehender Politiker mitteilte, ist dies so gut wie beschlossen. Die Ernennung soll in allernächster Zeit stattfinden, schreibt am Mittwoch die Tageszeitung „Wedomosti“.

    Diese Informationen wurden von einem Investmentbanker und einem ranghohen Kreml-Beamten bestätigt. Der Letztere verwies darauf, dass Iwanows Positionen seit Mitte Sommer immer stärker geworden sind. Viele setzen heute auf ihn, weil er älter und besser für das Ministerpräsidentenamt vorbereitet sei als der andere Erste Vizepremier Dmitri Medwedew.

    Danach gefragt, ob in der Regierung demnächst Umbesetzungen zu erwarten sind, erklärte Medwedew scherzhaft: „Diese Gefahr schwebt über der Regierung täglich, und zwar über jeder Regierung überall auf der Erde.“

    Seit dem Sommer erscheint der Präsident in der Öffentlichkeit viel häufiger zusammen mit Iwanow als mit Medwedew. Diese Tendenz ist auch in den Medien zu sehen: Putin und Iwanow erscheinen auf dem Bildschirm zusammen 50 Prozent häufiger als Putin gemeinsam mit Medwedew, stellt die Gesellschaft Medialogija fest.

    Iwanow ist derzeit viel auffälliger als Medwedew, stellt Jewgeni Gawrilenkow, leitender Wirtschaftsexperte des Unternehmens Troika Dialog, fest. Er beeinflusst die Politik im Zusammenhang mit der Gründung eines Staatsunternehmens in der Nanotechnologie und der Bündelung von Flugzeug- und Schiffbauunternehmen in eine Holding usw.

    Die Spekulationen um eine Ernennung Iwanows zum Premier können die Vorbereitung der öffentlichen Meinung bedeuten, dass er einen der führenden Posten übernehmen wird, meinte ein dem Präsidentenstab nahe stehende Beamter. Zugleich wäre eine Ernennung von Iwanow zum Premier nur eine der eventuellen Varianten.

    Der Politologe Dmitri Badowski betont seinerseits, dass Putin keine Informationslöcher zulässt. Die zunehmenden Gerüchte sind eher ein Resultat des Kampfes um den Premierposten innerhalb des Apparats.

    Der in Russland entstehende ‚gelenkte Kapitalismus’ erweist sich als überaus abhängig von Gerüchten, schreibt das Blatt. Die Unternehmer, die sich dem System anpassen wollen, müssen raten, wo und wann der Staat Aktiva erwerben wird und welche. Das Warten auf eine Realisierung dieser oder jener Gerüchte macht die Beamten und das Management der Staatsunternehmen wie gelähmt.

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