06:53 25 November 2017
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    Juschtschenko macht seine Vergiftung zu Wahlkampf-Trumpf - Russlands Presse

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    Die schier vergessene Vergiftung des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko ist wieder aktuell gemacht worden, stellt die russische Presse am Mittwoch fest.

    MOSKAU, 12. September (RIA Novosti). Die schier vergessene Vergiftung des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko ist wieder aktuell gemacht worden, stellt die russische Presse am Mittwoch fest.

    In seinem Interview für die Zeitungen „The Times“, „La Repubblica“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Le Figaro“ und „Expresso“ erklärte Juschtschenko: Bekannt ist alles - wann, wo und wer das Gift serviert hat und mit welchem Gericht. Die drei Verdächtigen sind aber jetzt in Russland, und Moskau weigert sich, bei den Ermittlungen zusammenzuarbeiten. Nur Russland allein hat keine Dioxin-Proben zur Verfügung gestellt, obgleich das in Frage kommende Gift nur in den USA, Großbritannien und Russland produziert wird.

    Die ukrainischen Politologen, mit denen die Moskauer Tageszeitung „Gaseta“ sprach, stellten einmütig fest, dass die Erklärungen des Präsidenten mit der bevorstehenden Parlamentswahl zusammenhängen. „Juschtschenko muss erklären, warum dieser spektakuläre Fall immer noch nicht aufgedeckt ist“, meint der Kiewer Experte Konstantin Bondarenko. „Indem er zu verstehen gibt, dass die Schuldigen zwar gefunden, aber unerreichbar sind, will der Präsident den früheren Innenminister Juri Luzenko reinwaschen, der auf der Wahlliste des Präsidentenblocks ‚Unsere Ukraine - Selbstverteidigung des Volkes’ auf Platz eins steht.“

    „Russland ist unter anderen Themen erneut zu einem wichtigen Faktor der ukrainischen Wahlkampagne geworden“, stellte Michail Pogrebinski, Direktor des Zentrums für politische Studien und Konfliktwissenschaft, fest. Zugleich ist Russland nicht wirklich ernsthaft in die politischen Spiele einbezogen. „Viel auffallender ist das amerikanische Interesse an bestimmten Abstimmungsergebnissen. Der US-Botschafter trifft sich mit dem Chef des Verfassungsgerichts und dem Vorsitzenden der Zentralen Wahlkommission sowie spricht mit den wichtigsten Beamten über Dinge, die für das Land wichtig sind.“

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