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    In Plänen für Zusammenarbeit zwischen Russland und Frankreich gibt es Sensation „Gaseta“

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    MOSKAU, 12. September (RIA Novosti). Der französische Präsident Nicolas Sarkozy wird am 10. Oktober nach Moskau kommen. Gestern wurde sein Besuch in einer Sitzung des russisch-französischen Rates für Wirtschaft, Finanzen und Handel in Paris vorbereitet, schreibt die Zeitung „Gaseta“ am Mittwoch.

    Sarkozy war übrigens vor drei Jahren der französische Kovorsitzende des Rates. Die heutigen Kovorsitzenden sind von französischer Seite Christine Lagarde, Ministerin für Wirtschaft, Finanzen und Beschäftigung, und von russischer Seite der Vizepremier Sergej Naryschkin, der noch mit Sarkozy gearbeitet hat.

    Die Hauptsensation besteht in der Kooperation zwischen russischen und französischen Unternehmen der Verteidigungsindustrie. Erstmals in der Geschichte der gegenseitigen Beziehungen mit der NATO wird eines ihrer Mitglieder Infrarotvisiere für Panzer und Schützenpanzerwagen an Russland verkaufen.

    Besprochen wurden auch andere Gemeinschaftsprojekte von Rosoboronexport (staatliches Waffenexportunternehmen), der Vereinigten Flugzeugkorporation (Russ. Abk.: OAK) und der Europäischen Luft- und Raumfahrtkorporation (EADS). Schon Ende September zum Beispiel wird in Komsomolsk am Amur (Ferner Osten) das lang ersehnte Mittelstreckenflugzeug vorgestellt. Das Triebwerk für diese Maschine wurde im russisch-französischen Joint Venture in Rybinsk (Gebiet Jaroslawl an der Wolga) gebaut. Außerdem werden sich OAK und Rosoboronexport an der Entwicklung des neuen europäischen Flugzeuges A-350 beteiligen. In Frankreich und in den USA werden russische Titanlegierungen geschätzt, woraus heute die Flugzeugrümpfe hergestellt werden.

    Russische Flugzeugproduzenten werden auch am Umbau der Passagierflugzeuge A-320 und A-321 in Frachtflugzeuge teilnehmen. Das französische Unternehmen Alcatel wird mit russischen Produzenten von Telekommunikationstechnik zusammenarbeiten.

    Es wurden die Bedingungen der Sozial- und Krankenversicherung für 300 Spezialisten der Russischen Raumfahrtagentur (Roskosmos) festgelegt, die Ende des Jahres im Kosmodrom Kourou in Französisch-Guayana eintreffen werden.

    Das Projekt für den Start von russischen Sojus-Trägerraketen vom französischen Startplatz, der am Äquator liegt (das ist viel billiger, als Starts von Baikonur in Kasachstan), erreichte schließlich das Endstadium.

    Gestern wurden auch die Pläne von Renault zur Verdoppelung seiner Kapazitäten in Moskau und den Beginn des Baus eines Montagewerkes von Peugeot-Citroen in Russland besprochen.

    Naryschkin gelang es jedoch nicht, die Franzosen zu überzeugen, ihren Markt für angereicherten Kernbrennstoff zu eröffnen. Dafür versprach Christine Lagarde, die Visaerteilung für russische Touristen zu beschleunigen. Offiziell nimmt die Visaerteilung 14 Arbeitstage in Anspruch. Aber diese Fristen werden von den Franzosen oft nicht eingehalten, während das russische Konsulat französischen Touristen die Visa im Laufe von sechs bis sieben Tagen ausstellt.

    Sowohl die Franzosen als auch die Russen sind darüber besorgt, dass Russland ungeachtet des jährlichen Wachstums des Außenhandelsumsatzes um 30 bis 40 Prozent (13,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2006) traditionell Erdgas und Erdöl liefert und der französische Export um eine Milliarde US-Dollar geringer als der russische ist.

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