21:38 23 November 2017
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    Kasachstans Parlament fordert Untersuchung von Raketentreibstoff nach Proton-Absturz

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    Die Abgeordneten des kasachischen Parlamentsunterhauses bestehen auf einer Untersuchung der Auswirkung von Heptyl auf die Gesundheit des Menschen. Mit dem Treibstoff wurde die abgestürzte russische Proton-M-Trägerrakete betrieben.

    ASTANA, 12. September (RIA Novosti). Die Abgeordneten des kasachischen Parlamentsunterhauses bestehen auf einer Untersuchung der Auswirkung von Heptyl auf die Gesundheit des Menschen. Mit dem Treibstoff wurde die abgestürzte russische Proton-M-Trägerrakete betrieben.

    „Nach zwei Havarien - im Juni und Oktober 1999 - hatte das Gesundheitsministeriums (von Kasachstan) ernsthaft versucht, die Einwirkung von Heptyl auf die Gesundheit der Bevölkerung zu erforschen. Dieser Test hatte jedoch keinen Erfolg. Wir halten es für notwendig, diese Untersuchung bis zu Ende zu führen“, heißt es in einer Abgeordnetenanfrage an Premier Karim Massimow.

    Nach dem Start am 6. September vom Weltraumbahnhof Baikonur war die Trägerrakete Proton-M nach drei Flugminuten im kasachischen Gebiet Karaganda niedergefallen.

    Die Abgeordnetenanfrage wurde am Mittwoch vom Vorsitzenden des Umweltausschusses des Unterhauses, Jerlan Nigmatulin, in einer Plenarsitzung verlesen.

    „Wir sind darüber besorgt, dass es sich (beim Absturz einer Trägerrakete auf kasachischem Territorium) nicht um den einzigen solchen Fall handelt. Solche Vorfälle nehmen allmählich systematischen Charakter an“, heißt es in dem Dokument.

    Die Parlamentarier bitten die Regierung auch, zu erläutern, inwieweit die kasachischen Methoden der Berechnung von Wirtschafts- und Umweltschäden den in den Industrieländern angewendeten Methoden entsprechen, ob Kasachstan solche Starts überwacht und in welchem Maße die Flugbereitschaft einer Rakete geprüft wird.

    Am gestrigen Dienstag wurden die Sucharbeiten an der Einschlagsstelle der russischen Proton-Rakete beendet und mit dem Aufsammeln der Wrackteile begonnen.

    Die russische Seite hat die Geländeabschnitte, die über den maximal zulässigen Werten der Heptylkonzentration lagen, entseucht. Auf gemeinsamen Beschluss von Astana und Moskau wurden Proton-Starts von Baikonur vorerst bis zur Klärung der Unglücksursachen eingestellt.

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