19:34 24 November 2017
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    Saudi-Arabien erwägt Absage der Teilnahme an Nahost-Konferenz

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    KAIRO, 13. September (RIA Novosti). Der saudi-arabische Außenminister Saud al-Faisal rechnet damit, dass sein Land sich an der von US-Präsident George W. Bush vorgeschlagenen Konferenz zur Nahostregelung nicht beteiligen wird.

    Das berichtet der arabische Radiosender Sawa.

    „Saudi-Arabien wird höchstwahrscheinlich nicht an der Konferenz teilnehmen, denn es sieht keinen Sinn in einem Forum, bei dem nicht alle Seiten vertreten sind und Schlüsselprobleme der Nahostregelung nicht erörtert werden“, sagte der Minister am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in der saudi-arabischen Stadt Jidda.

    Laut Bushs Vorschlag werden offizielle Vertreter von Israel, Palästina und anderen Ländern der Region auf der Konferenz, die in den USA stattfinden soll, Probleme erörtern, die die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen und die Schaffung eines palästinensischen Staates behindern.

    Al-Faisal bemerkte zugleich, dass Saudi-Arabien weiterhin an der arabischen Friedensinitiative als einem universellen Weg zur Lösung des Nahost-Konfliktes und der Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und den arabischen Ländern festhält.

    Die arabische Friedensinitiative, die von der Arabischen Liga beim Gipfeltreffen im März in Riad gebilligt worden war, läuft darauf hinaus, dass Israel den Nahostkonflikt als geregelt betrachtet - unter der Bedingung, dass die 1967 besetzten Territorien geräumt und das Problem der palästinensischen Flüchtlinge auf der Grundlage der UN-Resolution 194, die ihr Recht auf Rückkehr in den neuen jüdischen Staat anerkennt, gerecht gelöst wird.

    Für den Erfolg der Konferenz sei es notwendig, Ziele und Aufgaben sowie den modernen Rahmen der Durchführung der Verhandlungen zwischen der palästinensischen und der israelischen Seite klar zu formulieren. Al-Faisal rief dazu auf, die Verhandlungen nicht zu verzögern und die Verpflichtungen der Seiten zum Friedensprozesses im Voraus gerecht zu verteilen.

    Anfang August hatte al-Faisal bei Verhandlungen mit US-Außenministerin Condoleezza Rice die vorgeschlagene Konferenz des US-Präsidenten unterstützt und eine Beteiligung von Saudi-Arabien nicht ausgeschlossen.

    Saudi-Arabien unterhält keine diplomatischen Beziehungen zu Israel und hat bisher die Beteiligung an internationalen Foren, bei denen Israel vertreten ist, vermieden.

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