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    Raketenabwehr: Gespräche Russland - USA in Paris ohne spürbare Ergebnisse

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    MOSKAU, 13. September (RIA Novosti). Die neue Konsultationsrunde zwischen den USA und Russland zur Raketenabwehr, die in Paris am 10. September stattgefunden hat, ist ohne bedeutenden Fortschritt bei der Lösung der bestehenden Differenzen zu Ende gegangen.

    Dies teilte Russlands stellvertretender Außenminister Segej Kisljak mit, der der russischen Delegation vorstand.

    Die amerikanische Delegation wurde vom stellvertretenden Außenminister für internationale Sicherheit und Nichtweiterverbreitung, John Rood, geleitet.

    „Es ist noch verfrüht, über Ergebnisse zu reden, weil es nur eines der geplanten Treffen zur Erfüllung der Aufträge der Präsidenten von Russland und der USA ist. Es werden noch weitere Treffen stattfinden“, sagte Kisljak in einem Interview für RIA Novosti.

    „Über einen großen Fortschritt kann ich nicht reden. Was weiter kommt, werden wir sehen“, sagte er.

    Die USA wollen eine Radaranlage in Tschechien und zehn Abfangraketen in Polen stationieren, um sich angeblich vor einem eventuellen Raketenüberfall der so genannten "Achse des Bösen" zu schützen. Hierzu zählt Washington vor allem Nordkorea und Iran.

    In Russland erregen die US-Pläne Besorgnis. Moskau sieht das US-Raketenabwehrsystem in Osteuropa gegen sich gerichtet.

    Im Streit um die Raketenabwehr schlug Putin beim G8-Gipfel in Heiligendamm Bush eine überraschende Lösung vor: die gemeinsame Nutzung der Radaranlage Gabala in Aserbaidschan (Südkaukasus). Im Gegenzug sollen die USA auf die Aufstellung der Raketenabwehr in Europa verzichten.

    Bei seinem Treffen mit dem US-Präsidenten in Kennebunkport (US-Bundesstaat Maine) schlug der russische Präsident zudem vor, auch eine Raketenstart-Frühwarnstation gemeinsam zu nutzen, die derzeit in Südrussland gebaut wird. Wenn die USA zustimmen, wäre die Aufstellung des US-Radars in Tschechien und der Abfangraketen in Polen laut Putin überflüssig.

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