16:20 20 November 2017
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    Russland will bei Iran-Gesprächen in Washington für weitere Verhandlungen werben

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    MOSKAU, 13. September (RIA Novosti). Bei der bevorstehenden Sitzung der Sechser-Gruppe (fünf Vetomächte des UN-Sicherheitsrats und Deutschland) wird Russland für weitere Verhandlungen mit Iran zur Beilegung des Atomstreits plädieren.

    Das teilte Russlands stellvertretender Außenminister Sergej Kisljak am Donnerstag in Moskau mit.

    Die Sechsergespräche beginnen am 21. September in Washington. Zentrales Thema sind neue Sanktionen gegen Iran, der sich trotz Appelle der Vereinten Nationen nach wie vor weigert, die Urananreicherung einzustellen. Wie Sean McCormack, Sprecher des US-Außenministeriums, mitteilte, geht es um Sanktionen, die in der nächsten UN-Resolution ihren Niederschlag finden sollen.

    Laut Kisljak werden sich die Verhandlungen nicht allein auf Strafmaßnahmen beschränken. Man werde auch über vertrauensfördernde Maßnahmen diskutieren. In der letzten Zeit gebe es bestimmte Fortschritte in der Zusammenarbeit zwischen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) und Iran, stellte der russische Vizeaußenminister fest.

    Die Sechserstaaten befürchten, dass Iran heimlich an Atomwaffen baut, und fordern von ihm einen Verzicht auf Urananreicherung. Der Weltsicherheitsrat verabschiedete bereits zwei Resolutionen, die Sanktionen gegen iranische Atom- und Raketenprogramme vorsehen. Trotzdem weigert sich Iran standhaft, die Urananreicherung einzustellen. In diesem April kündigte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad an, dass sein Land die Forschungen bereits abschließe und mit der industriellen Produktion von Kernbrennstoff beginne.

    Im Sommer willigte Iran jedoch in eine engere Zusammenarbeit mit der IAEO ein, um die Weltgemeinschaft vom friedlichen Charakter seines Atomprogramms zu überzeugen und die Verabschiedung einer neuen UN-Resolution zu verhindern. Seine Weigerung, die Urananreicherung zu stoppen, begründet Iran damit, dass es laut Atomwaffensperrvertrag berechtigt ist, friedliche Atomtechnologien zu besitzen.

    Die ständigen UN-Sicherheitsratsmitglieder USA, Großbritannien und Frankreich rufen unterdessen auf, Iran unter verstärkten Druck zu setzen und neue Sanktionen gegen den Nahoststaat zu verhängen.

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