04:56 24 November 2017
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    Albanische Führung drängt auf schnelle Unabhängigkeit des Kosovo

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    BELGRAD, 13. September (RIA Novosti). Eine mögliche Entscheidung der Troika der Kontaktgruppe, die Verhandlungen zum künftigen Kosovo-Status nach dem 10. Dezember fortzusetzen, wo die 120-tägige Frist der Übergabe des Berichts der internationalen Vermittler an den UNO-Generalsekretär abläuft, kann eine Welle von Unzufriedenheit und Unruhen unter der albanischen Bevölkerung auslösen.

    Diese Meinung äußerte der albanische Präsident Bamir Topi.

    „Das Kosovo verdient es, ein unabhängiger Staat zu werden, während die Beibehaltung des heutigen Status quo nicht nur nicht zur Stabilität in der Region beiträgt, sondern auch die Prozesse einer Normalisierung der Situation ernsthaft blockiert“, sagte er auf einer Pressekonferenz in der albanischen Hauptstadt Tirana nach dem Treffen mit dem Interimspremier des Kosovo Agim Ceku.

    Der albanische Regierungschef Sali Berisha rief seinerseits die Kosovo-Albaner auf, dem serbischen Extremismus keine Zugeständnisse zu machen. Er empfahl der albanischen Bevölkerung des Kosovo, „sich um ihre Führung im Namen der großen Prinzipien zusammenzuschließen, die diese verteidigt“.

    „Tirana ruft die Spitzenvertreter des Kosovo auf, alle möglichen Schritte zu unternehmen, um im engen Zusammenwirken mit den USA und den EU-Ländern die Unabhängigkeit zu erwirken“, sagte Berisha.

    Wie die albanische Nachrichtenagentur ATA meldete, bedankte sich Agim Ceku bei der Führung von Albanien für die Unterstützung des Plans des ehemaligen UNO-Sondervertreters für Kosovo-Regelung, Martti Ahtisaari, der die kontrollierte Unabhängigkeit der Region vorsieht.