04:56 24 November 2017
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    Spionageaffäre in Minsk: Urteile wegen Spionage zugunsten Polens heute zu erwarten

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    Am Freitag wird in Minsk das Urteil gegen drei Weißrussen und einen russischen Staatsangehörigen, die der Spionage zugunsten Polens angeklagt sind, verkündet, hat RIA Novosti von der Pressestelle des Obersten Gerichts Weißrusslands erfahren.

    MINSK, den 14. September (RIA Novosti). Am Freitag wird in Minsk das Urteil gegen drei Weißrussen und einen russischen Staatsangehörigen, die der Spionage zugunsten Polens angeklagt sind, verkündet, hat RIA Novosti von der Pressestelle des Obersten Gerichts Weißrusslands erfahren.

    Der Fall liegt dem Militärkollegium des Obersten Gerichts seit dem 4. September vor. Die Verhandlungen finden im Interesse der Wahrung von Staatsgeheimnissen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

    Der Richterspruch war ursprünglich am 12. September erwartet worden. Wie der Gerichtssprecher wissen ließ, sind die Anhörungen jedoch verlängert worden, weil neue Umstände des Falls zur Sprache gekommen sind.

    Den vier Angeklagten wird der geheimdienstliche Auftrag zur Sammlung und Weiterleitung von Informationen an einen ausländischen Staat zum Schaden der Interessen des Landes zur Last gelegt. Einem der Angeklagten wird die Bildung des Agentennetzes vorgeworfen.

    Die Aufdeckung des Spionagenetzes der polnischen Militäraufklärung in Weißrussland hatte der stellvertretende weißrussische Staatssicherheitschef, Wiktor Wegera, am 15. Juli in einem Fernsehinterview publik gemacht. Wie er damals sagte, gehörten dem Agentenring vier weißrussische Militärangehörige und ein russischer Offizier an.

    Der weißrussische Staatssicherheisdienst unterstellt der polnischen Aufklärung die Ausspähung von strategischen Militärobjekten Weißrusslands und Russlands sowie von Luftabwehrkomponenten, insbesondere der russischen Luftabwehrraketen S-300.

    Chef der polnischen Residentur war nach Informationen, die die Staatssicherheit gewonnen haben will, der Offizier der weißrussischen Luftstreitkräfte und Luftabwehr, Waldimir Russkin. Er war im Januar 2007 an der Grenze bei dem Versuch gestellt worden, Geheimmaterialien weiterzuleiten.

    Beschuldigt wird ferner der russische Luftwaffenoffizier, Major Jurenja, der sich dem russischen Sicherheitsdienst FSB freiwillig gestellt hat.

    Dem Beweismaterial liegen Videoaufzeichnungen sowohl der operativen Aufklärungsarbeit wie der Untersuchungstätigkeit der weißrussischen Staatssicherheit zugrunde.