16:03 20 November 2017
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    Fidel Castro: Kuba rettete US-Präsident Reagan das Leben

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    Seit März schreibt Fidel Castro in der Hauptzeitung Kubas „Granma“ die Beitragsreihe „Reflexionen des Oberbefehlshabers“.

    MOSKAU, 14. September (RIA Novosti). Seit März schreibt Fidel Castro in der Hauptzeitung Kubas „Granma“ die Beitragsreihe „Reflexionen des Oberbefehlshabers“.

    In seinem jüngsten Essay mit dem Titel „Imperium und Lüge“ teilte Castro mit, dass 1984 kubanische Geheimdienste die Amerikaner über die Vorbereitung eines Attentats auf den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan informierten. Darüber berichtet die Moskauer Zeitung „Rossijskaja gaseta“ vom Freitag.

    Demnach hatten die Kubaner die Amerikaner benachrichtigt, dass eine Gruppe von Ultrarechten im US-Bundesstaat North Carolina ein Attentat auf Reagan geplant hatte. Es wurde beschlossen, diese Information über einen Sicherheitsoffizier der kubanischen UNO-Mission an seinen amerikanischen Kollegen Robert Muller zu übergeben, mit dem die Kubaner Kontakte zwecks Bewachung der kubanischen UN-Delegationen unterhielten. Wie Castro schreibt, „hätte das Attentat bald, sehr bald, bei Reagans Wahlkampf-Reise nach North Carolina geschehen sollen“. In seinem Beitrag erläutert Castro: „Die den Amerikanern übermittelte Information war vollständig: Namen der Personen, die bei dieser Aktion mitmischten, der Tag, die Stunde und der Ort, wo der Präsident hätte getötet werden müssen; die Waffe, die die Verschwörer für ihre Aktion gewählt hatten, und selbst ihr Waffenversteck.“

    Zwecks Überprüfung und Präzisierung der Information wurde unter Mullers Vermittlung ein Treffen von zwei US-Agenten mit kubanischen Amtspersonen organisiert. Die Agenten wollten erfahren, wie die Kubaner zu einer dermaßen wichtigen Information gekommen waren. Ihnen wurde geantwortet, sie stamme von einer seriösen und zuverlässigen Quelle. Damit trennte man sich. Ein paar Tage später verhaftete die FBI einige Personen in North Carolina. Viele Anklagen wurden gegen sie erhoben, aber keine davon hing, da die Operation nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollte, mit dem Attentat auf Reagan zusammen. Jener traf dort denn auch ein, aber etwas später als geplant.

    Muller lud seinen kubanischen Kollegen zu einem Essen ein, bei dem er Kubas Regierung den Dank der US-Regierung für die überlassene Information übermittelte. Somit rettete der kubanische Commandante dem US-Präsidenten das Leben, und dabei hatte Reagan ein Attentat im März 1981 schon erlebt, wobei er schwer verwundet worden war.

    Wie Castro schreibt, ist er fest davon überzeugt, dass Reagan danach den kubanischen Behörden doch einigermaßen dankbar war. „Gerade Reagan unterzeichnete mit Kuba das erste Migrationsabkommen, doch konnte er nicht aus seinem Umfeld heraus, weil die anderen, die noch weiter rechts standen als er selbst, ihn hätten beseitigen können.“ Das sind die abschließenden Worte von Castros Essay. Der Commandante drückt die Hoffnung aus, dass die Amerikaner die Archive über dieses geheimnisvolle Attentat freigeben würden. Die amerikanischen Behörden ihrerseits weigern sich, die Authentizität der von Castro mitgeteilten Nachrichten anzuerkennen.

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