06:36 22 November 2017
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    Moldawien protestiert bei UNO gegen Menschenrechtsverletzungen in Transnistrien

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    NEW YORK, 14. September (RIA Novosti). Moldawien hat bei den Vereinten Nationen eine offizielle Beschwerde wegen Menschenrechtsverletzungen in seiner abtrünnigen Provinz Transnistrien eingereicht.

    Darin heißt es, dass in Transnistrien immer öfter das Recht auf Freizügigkeit verletzt wird sowie der Verkehr von Waren und Dienstleistungen behindert und die Arbeit von Ausbildungsanstalten lahmgelegt wird. Dabei verweist Moldawien auf keine konkreten Fälle.

    Als Vorwand für die Beschwerde gilt das Verbot des Leiters einer transnistrischen Regionalverwaltung, Igor Masur, in einer örtlichen Schule die rumänische Staatshymne ertönen zu lassen. Laut Menschenrechtlern erschweren regionale Behörden zudem die Versorgung einer Mittelschule mit Rumänisch als Unterrichtssprache mit rumänischen Lehrbüchern.

    Transnistrien ist der östlich des Dnjestrs gelegene Teil Moldawiens. Nach der Unabhängigkeit Moldawiens 1991 erklärte auch das mehrheitlich von Russen und Ukrainern bewohnte Transnistrien seine Unabhängigkeit. Der Streit mit der moldawischen Zentralregierung mündete 1992 in einen militärischen Konflikt, der durch die Vermittlung Russlands beigelegt werden konnte. Heute ist Transnistrien (offiziell als „Transnistrische Moldawische Republik“) de facto ein autonom agierender, international nicht anerkannter Staat innerhalb der völkerrechtlich anerkannten Grenzen Moldawiens.

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