08:53 21 November 2017
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    Proton-Fehlstart in Kasachstan - Experten beenden Entgiftung des Absturztrichters

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    ASTANA, 15. September (RIA Novosti). Russische Experten haben die Entgiftung des Absturztrichters der von Baikonur unglücklich gestarteten Proton-M-Trägerrakete beendet, berichtet der Pressedienst des Zivilschutzministeriums von Kasachstan.

    „Die russische Seite hat am Freitagabend die Entgiftung des Trichters abgeschlossen, der sich nach dem Absturz einer Proton-Rakete gebildet hatte. Die im Trichter befindlichen Wrackteile sind zu 80 Prozent geborgen“, heißt es in der Mitteilung des Zivilschutzministeriums, die am Samstag veröffentlicht wurde.

    Nach einem Fehlstart am 6. September vom Raumbahnhof Baikonur war die Trägerrakete im Rayon Ulytau, Gebiet Karaganda in Kasachstan, 40 Kilometer südwestlich von Dscheskasgan niedergefallen.

    Eine Suchgruppe aus Rettern des Zivilschutzes und Fachleuten der Nationalen Luft- und Raumfahrtagentur hatte mit einem Hubschrauber vom Typ Mi-17 im Beisein russischer Experten zehnmal vermutliche Absturzstellen überflogen. Die Gesamtlänge der Flugroute betrug 3500 Kilometer. Es wurden insgesamt 1743 Quadratkilometer Fläche untersucht und 119 Aufschlagstellen von Proton-Wrackeilen sowie ein Trichter mit einem Durchmesser von 45 Metern und einer Tiefe von 20 Metern ermittelt.

    Nach Abschluss der Sucharbeiten werden an den Absturzstellen Grund-, Wasser- und Luftproben entnommen.

    Indes wird der Gesundheitszustand der Menschen und der Tiere im Raum des Raketenabsturzes ständig überwacht. „Bisher wurden keine klinischen Krankheitsmerkmale registriert“, so die Mitteilung des Zivilschutzministeriums.

    Nach vorläufigen Angaben war die russische Trägerrakete durch Versagen der zur Steuerung des Schubvektors notwendigen Mechanismen abgestürzt.

    Die Rakete enthielt beim Start rund 649 Tonnen Heptyl und zum Zeitpunkt des Absturzes knapp 219 Tonnen dieses toxischen Raketen-Treibstoffes.

    Das ist bereits der sechste Absturz einer vom Kosmodrom gestarteten russischen Rakete auf kasachischem Territorium.

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