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    Irak entzieht US-Wachunternehmen Lizenz nach Schießerei in Bagdad

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    Die irakische Regierung hat am Montag dem privaten US-Wachunternehmen Blackwater die Lizenz entzogen.

    WASHINGTON, 17. September (RIA Novosti). Die irakische Regierung hat am Montag dem privaten US-Wachunternehmen Blackwater die Lizenz entzogen.

    Zuvor waren bei einer Schießerei mit Beteiligung von Mitarbeitern der Firma in Bagdad acht Iraker getötet und 14 weitere verletzt worden.

    „Wir haben Blackwater die Lizenz entzogen. Dieses Unternehmen darf nicht mehr im Irak arbeiten“, sagte Abdel Karim Chalaf, Sprecher des irakischen Innenministeriums, am Montag. Der Vorfall werde untersucht, alle Verantwortlichen werden vor Gericht gestellt, sagte er.

    Sicherheitskräfte von Blackwater waren am Sonntag bei der Begleitung eines US-Fahrzeugkonvois in eine Schießerei verwickelt worden. Die US-Botschaft bestätigte, dass sich ein Konvoi des US State Departements zu dem Zeitpunkt der Schießerei in der Region befand.

    Im Irak sind mehr als 25 000 Mitarbeiter von privaten Sicherheitsfirmen im Einsatz. Sie bewachen Diplomaten, Regierungsvertreter und Arbeiter. Nach Angaben des US-Kongresses wurden bisher rund 200 Sicherheitskräfte getötet. Laut CNN starben im Irak insgesamt 30 Blackwater-Mitarbeiter.

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