08:41 21 August 2017
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    Syriens Präsident räumt israelischen Luftangriff auf Militärobjekt ein

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    DAMSKUS, den 03. Oktober (RIA Novosti). Der syrische Präsident, Bashar al-Assad, hat laut staatlicher Nachrichtenagentur SANA die Verletzung des Luftraums seines Landes durch israelischen Militärflugzeuge am 6. September und den Angriff auf ein im Bau befindliches Militärobjekt offiziell bestätigt.

    "Das Gebäude ist noch im Bau. Zu diesem Zeitpunkt befand sich dort kein Mensch. Dort war überhaupt nichts. Noch immer ist nicht klar, warum sie das getan haben", sagte der Staatschef, der die Operation in die friedensfeindliche Politik Israels einordnete. "So sehen wir den Zwischenfall, und es ist unwichtig, was die tatsächlichen Ziele waren."

    Syrien engagiere sich für den Frieden in der Region, während der israelische Angriff gegen den Friedensprozess gerichtet war.

    Der einzige Weg, Frieden in der Region zu erreichen, ist, so sagte der Präsident, die Rückgabe aller von Israel besetzten Gebiete, darunter auch an Syrien. Damaskus sei sogar zu Direktverhandlungen bereit, wenn Israel sich zuvor mit einer Rückgabe der besetzten Gebiete einverstanden erklärt.

    Auf die Spekulationen der westlichen und israelischen Medien eingehend, die vermutet haben, dass die Israelis ein syrisches Werk für die Verarbeitung von Kernstoffen aus Nordkorea oder einen Lastwagen mit Waffen für die libanesische Hisbollah bombardiert haben, erinnerte Assad an den Medienrummel, der in den USA vor dem Einmarsch im Irak entfesselt worden war. "Damals erschienen alle diese verlogenen Beschuldigungen, nach denen der Irak ein Atomprogramm realisieren beziehungsweise über Massenvernichtungswaffen verfügen würde. Das ist die gleiche Masche, und was die Motive sind, wissen nur die Israelis", sagte er.

    Assad konstatierte die gefährlichen Spannungen und die Gefahren in der Region, an deren Neutralisierung gearbeitet werde. "Es gibt nur zwei Wege. Krieg oder Frieden. Niemand weiß, wie sich das Schicksal der Region gestalten wird, doch es gibt immer noch die Möglichkeit, sich dem Frieden zuzuwenden", resümierte er.

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