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    Putin führt Liste der Kreml-Partei bei Duma-Wahl an - Zusammenfassung

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    Wahlkampagne in Russland (77)
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    Kurz vor den Duma-Wahlen hat die Kreml-Partei „Einheitliches Russland“ (ER) ihren Wählern eine Überraschung bereitet, indem sie Präsident Wladimir Putin als Spitzenkandidat auf ihre Wahlliste stellte.

    MOSKAU, 03. Oktober (RIA Novosti). Kurz vor den Duma-Wahlen hat die Kreml-Partei „Einheitliches Russland“ (ER) ihren Wählern eine Überraschung bereitet, indem sie Präsident Wladimir Putin als Spitzenkandidat auf ihre Wahlliste stellte.

    Für diese Entscheidung stimmten auf einem ER-Parteitag vorige Woche 476 Delegierte, nur drei waren dagegen. Putin nahm seine Nominierung an und visierte das Premiersamt nach Ende seiner Amtszeit als Präsident im Jahre 2008 an.

    Kreml-Partei verstärkt sich in Regionen

    Auf dem Parteitag bestätigte die ER zudem regionale Wahllisten. Spitzenkandidaten sind Co-Vorsitzende des Obersten Rats der Partei. In Sankt Petersburg tritt Parteichef Boris Gryslow als Spitzenkandidat an. Nummer zwei ist Stadtgouverneurin Valentina Matwijenko. Zivilschutzminister Sergej Schoigu wird in der südrussischen Region Stawropol um das Abgeordnetenmandat kämpfen, wo „Einheitliches Russland“ bei Regionalwahlen im März erst auf Platz zwei hinter „Gerechtes Russland“ gelandet war.

    „Das ist die einzige Region, wo wir die Wahlen nicht gewonnen haben“, sagte Gryslow in seiner Stellungnahme. Nun soll der populäre Zivilschutzminister Schoigu dort für mehr Popularität sorgen.

    Der Moskauer Oberbürgermeister Juri Luschkow ist ER-Spitzenkandidat in Moskau, während der Präsident von Tatarstan Mintimer Schaimijew Nummer eins der ER-Parteiliste in seiner Republik ist. Auch in der Kaukasus-Republik Dagestan führt der dortige Präsident Muchu Alijew die Parteiliste an.

    Opponenten geschockt

    Die Entscheidung von Präsident Putin, die Parteiliste von „Einheitliches Russland“ anzuführen, hat laut ER-Chef Gryslow alle Opponenten in Schock versetzt. "Gestern befanden sich unsere Opponenten in einem Schock… Ihre Reaktion entsprach ihrem Zustand", sagte Gryslow zur Konstellation der politischen Kräfte nach Putins Ankündigung. Er hoffe, dass seine Partei nach den Wahlen die beschlussfähige Mehrheit beibehalten wird, sagte Gryslow. Die Entscheidung des Präsidenten sei jedoch kein Anlass, die Hände in den Schoß zu legen.

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