22:39 19 August 2017
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    Kosovo: UNO-Missionschef warnt vor drastischer Destabilisierung der Region

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    BELGRAD, 03. Oktober (RIA Novosti). Es gibt wirkliche Voraussetzungen für eine abrupte Destabilisierung der Lage in Kosovo und Metochien, wenn die Teilnehmer der Verhandlungen zur Kosovo-Regelung die Aufteilung der Region in einen serbischen und albanischen Teil ansteuern.

    So hieß es im Vierteljahresbericht des UNO-Missionschefs Joachim Rücker vor dem UNO-Sicherheitsrat, den das kosovarische Fernsehen am Mittwoch zitierte.

    „Obwohl die Sicherheitssituation in der Region gegenwärtig ziemlich ruhig ist, ist dennoch eine ruckartige Entstabilisierung zu erwarten, wenn in den Verhandlungen zum künftigen Kosovo-Status die Frage über die Aufteilung der Autonomie nach dem ethnischen Prinzip und folglich die Rückkehr der serbischen Polizei und der serbischen Sicherheitskräfte in die von Serben bewohnten Regionen angeschnitten wird“, hieß es im Dokument.

    Die albanische Verwaltung des Kosovo weist die Übergabe eines Teils der Region unter die Kontrolle der einheimischen Serben vehement zurück. In Pristina gilt die Meinung, dass solche Bezirke unter die Kontrolle Belgrads, auch in den Bereichen Polizei und Militär, wechseln werden.

    Dabei „ist die Kantonisierung von Kosovo und Metochien ein ziemlich wahrscheinliches Finale der Verhandlungen zum Status der Region“, so ein Analytiker aus Pristina.

    In einem Interview, das am Mittwoch in der serbischen Zeitung „Dnevnik“ veröffentlicht wurde, sagt er, dass eine einseitige Unabhängigkeitserklärung durch das Parlament von Kosovo eine „gleiche Reaktion“ der Kosovo-Serben hervorrufen werde. Das sei aber Anfang des kommenden Jahres unumgänglich, so der Analytiker. „Doch die serbischen Enklaven werden sich noch lange unter direkter internationaler Schirmherrschaft befinden, was die albanischen Behörden möglicherweise hinnehmen werden.“

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