05:13 24 August 2017
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    Mottaki: Iran wird auf Urananreicherung auch trotz möglicher Sanktionen nicht verzichten

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    Der Iran wird auf sein Programm zur Urananreicherung auch ungeachtet neuer Sanktionen nicht verzichten, die nach dem 30. November gegen Teheran verhängt werden könnten.

    UNO, 03. Oktober (RIA Novosti). Der Iran wird auf sein Programm zur Urananreicherung auch ungeachtet neuer Sanktionen nicht verzichten, die nach dem 30. November gegen Teheran verhängt werden könnten.

    Das sagte der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in der UNO. Am 30. November läuft die Frist ab, die die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates sowie Deutschland dem Iran für die Einstellung des Programms gewährt haben.

    "Wir lassen uns von der Logik leiten, dass unsere Aktivitäten keine Gefahr darstellen und friedlichen Charakter haben. Die Urananreicherung gehört zur Beherrschung des friedlichen Atoms." Dabei versicherte Mottaki, dass Teheran seine Programme für die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) transparenter machen will, um die Besorgnis der internationalen Gemeinschaft über den Charakter dieser Arbeiten zu zerstreuen.

    "Der Iran will offen mit der IAEO kooperieren. Möglicherweise wird das Klären einiger komplizierter Fragen eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Aber wir glauben, dass dieses Problem im Kompetenzbereich der IAEO liegt, was eigentlich nicht anders sein soll."

    Neue Sanktionen würden Teheran nicht dazu zwingen, seine Atomprogramme einzustellen. Das umso weniger, als in allen vom UN-Sicherheitsrat angenommenen entsprechenden Dokumenten das Recht des Irans auf die Nutzung von Atomkraft zu friedlichen Zwecken bekräftigt sei. "Versuche, ein Land unter Druck zu setzen und dabei seine Rechte zu ignorieren, können für die Herbeiführung einer umfassenden Lösung des Problems nicht förderlich sein… Der Druck auf den Iran resultiert aus der religiösen Unduldsamkeit einiger einflussreicher Staaten", sagte Mottaki.

    In der Vorwoche war bei einem Treffen der Außenminister Russlands, der USA, Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs und Chinas vereinbart worden, die Erörterung neuer Sanktionen gegen Teheran auf den 30. November zu verschieben. In den beiden vorangegangenen Resolutionen war die Forderung nach einem Verzicht Teherans auf die Urananreicherung enthalten.

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