02:35 20 August 2017
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    11 Personen wegen Kontakten zu Al-Qaida in Algerien verhaftet

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    KAIRO, 03. Oktober (RIA Novosti). Die algerischen Sicherheitsdienste nahmen 11 Personen im Alter von 17 bis 26 Jahren unter dem Verdacht von Kontakten mit der Terrororganisation „Al- Qaida in den Ländern des islamischen Maghreb“ fest, hat die Agentur APS gemeldet.

    Nach Polizeiangaben sind die Festgenommenen in den Anschlag auf den Konvoi des algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika verwickelt, der in der Stadt Batna im Nordosten des Landes am 6. September verübt worden ist. Den Bombenanschlag einer Selbstmordattentäterin bezahlten wenigstens 22 Menschen mit dem Leben. Über 100 Personen sind verletzt worden.

    Wie gemeldet wird, stand an der Spitze der verhafteten Gruppe ein Islamist, der unter die Präsidentenamnestie im Rahmen der Charta der nationalen Aussöhnung gefallen war. Das Programm des Präsidenten hatte sich das Ziel gestellt, den islamischen Kämpfern die Rückkehr zu einem friedlichen Leben zu ermöglichen, die sich nicht an Massenmorden und Terroranschlägen beteiligt haben.

    Wie die Ermittler festgestellt haben, sind die verhafteten Jugendlichen in einem speziellen Lager der Terroristen ausgebildet worden und sollten nach dem erfolgreichen Anschlag in den Kern der Al-Qaida übernommen werden.

    Seit 1992, als die demokratischen Parlamentswahlen, bei denen die Islamisten einen sicheren Sieg eingefahren hatten, annulliert worden sind, liefern extremistische Gruppen dem algerischen Staat einen erbitterten Kampf. Der unaufhörlichen Gewalt fielen inzwischen schon etwa 200 000 Menschen zum Opfer.

    In den letzten Jahren hat die Landesführung eine gewisse Entspannung der Lage erreichen können. Die Anzahl der radikalen Gruppierungen hat sich merklich verringert. Die Übergriffe islamischer Kämpfer auf die Zivilbevölkerung und auf Mitarbeiter der Sicherheitsdienste sind auf ein Minimum zurückgegangen. Vollkommen konnte der Welle der Gewalt doch kein Einhalt geboten werden.

    Die Realisierung der Charta der nationalen Aussöhnung soll der blutigen Konfrontation zwischen Staat und radikalen Islamisten endgültig den Boden entziehen.