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    Buch mit Geheimmaterialien über Warschauer Aufstand 1944 in Moskau präsentiert

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    MOSKAU, 03. Oktober (RIA Novosti). Im Kulturzentrum des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB in Moskau ist ein Buch über den Warschauer Aufstand 1944 präsentiert worden.

    Der polnisch-russische Sammelband in russischer Sprache „Der Warschauer Aufstand 1944 in den Unterlagen von Geheimdiensten“ enthält die neue Materialien aus dem Geheimarchiv der russischen und der polnischen Geheimdienste und etliche Dokumente, die über den Aufstand berichten.

    Zuvor fand die Präsentation des Buches in polnischer Sprache am 1. und am 2. August in Warschau und Rzeszow statt.

    Die polnische Seite nahm in den Sammelband operative Dokumente der Wehrmacht und der deutschen Geheimdienste, Aufklärungsangaben, die während der Kämpfe in Warschau im Zeitraum vom August bis zum Oktober 1994 erhalten worden waren, sowie Ermittlungsunterlagen der polnischen Geheimdienste in den 1940er und 1950er Jahren über Angehörige der Armija Krajowa auf, die am Aufstand teilgenommen hatten.

    Der Warschauer Aufstand begann am 1. August 1944 in der von deutschen Truppen besetzten polnischen Hauptstadt unter der Leitung der Armija Krajowa mit dem Plan „Burza“ („Sturm“), der von der polnischen Exilregierung in London ausgearbeitet worden war.

    Diese Regierung plante, dass die von der Armija Krajowa gebildeten Regierungsorgane sowjetische Truppen begrüßen werden, die kurz zuvor in das polnische Territorium einmarschiert waren.

    Die Aufstände dauerten 63 Tage und wurden von Faschisten grausam niedergeworfen. Etwa 30 000 Teilnehmer des Aufstandes und zirka 100 000 Einwohner der polnischen Hauptstadt kamen ums Leben. Anschließend zerstörten und verbrannten die Hitlerfaschisten das Zentrum Warschaus.

    Die Armija Krajowa bat das sowjetische Kommando um Hilfe, das jedoch keine Truppen zur Befreiung Warschaus Truppen schicken konnte, weil es in Weißrussland große Verluste einstecken musste.

    Die Armija Krajowa unterzeichnete am 2. Oktober 1944 die Kapitulation.

    Warschau wurde von Sowjettruppen gemeinsam mit der polnischen Armee am 17. Januar 1945 befreit. Im Gedenkfriedhof im Zentrum von Warschau ruhen die sterblichen Überreste von 22 000 Sowjetsoldaten, die bei der Befreiung gefallen waren. Insgesamt waren über 600 000 Soldaten der Sowjetarmee bei der Befreiung Polens ums Leben gekommen.

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