10:48 18 August 2017
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    Mottaki bezeichnete Meldungen über Iran-Pläne der USA als "psychologischen Krieg"

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    UNO, 03. Oktober (RIA Novosti). Erklärungen westlicher Politiker und Medienberichte über eine mögliche "militärische Lösung" des Iran-Problems ist nach Worten des iranischen Außenministers Manuchehr Mottaki nichts anderes als ein "psychologischer Krieg".

    "Seit sechs Monaten wird gegen Teheran ein psychologischer Krieg geführt, da offen Szenarien einer Militärinvasion oder von Präzisionsschlägen erörtert werden", sagte Mottaki am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in der UNO.

    Ranghohe Politiker der USA und Frankreichs hätten sich zu solchen Szenarien bereits geäußert, ihre Worte später aber zurückgezogen. "Interessanterweise werden jedes Mal konkrete Daten und sogar die Zeit dieser Militäraktionen bekannt gegeben", fuhr Mottaki fort.

    Der Minister gab zu verstehen, dass Teheran ein mögliches militärisches Szenario unter den Bedingungen nicht als eine reale Perspektive betrachtet, da das Land der ganzen Welt offen beweisen will, dass seine Atomprogramme ausschließlich einen friedlichen Charakter haben. Trotzdem will der Iran auf mögliche Angriffe gefasst sein. "In Übereinstimmung mit seiner Militärdoktrin wird sich jedes Land unter diesen Bedingungen zur Verteidigung vorbereiten. Der Iran ist in diesem Fall keine Ausnahme", sagte Mottaki.

    Der bekräftigte, dass der Iran nicht auf die Urananreicherung verzichten wird, obwohl die von den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates und Deutschland gewährte Frist am 30. November abläuft. "Die Urananreicherung läuft dem Status des Irans in der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) nicht zuwider", betonte Mottaki.

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