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    Erneut Anschlag in Pakistan - mindestens sieben Tote

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    MOSKAU, 20. Oktober (RIA Novosti). Zwei Tage nach dem blutigen Attentat im pakistanischen Karachi, bei dem mindestens 140 Menschen getötet wurden, hat am Samstag ein erneuter Bombenanschlag im Süden des Landes sieben Menschen das Leben gekostet.

    Eine Autobombe explodierte vor einem Busterminal in Dera Bugti (Provinz Belutschistan), wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf die pakistanische Polizei berichtete.

    Am Donnerstag war der Autokonvoi der früheren pakistanischen Premierministerin Benazir Bhutto, die nach acht Jahren Exil in die Heimat zurückgekehrt war, von Terroristen angegriffen worden. Zwei Selbstmordattentäter hatten sich nach vorläufigen Untersuchungsergebnissen unmittelbar neben den vorbeifahrenden Fahrzeugen in die Luft gesprengt.

    Nach Presseberichten wurde Bhutto mit leichten Splitterverletzungen vom Tatort evakuiert. Bei dem blutigsten Anschlag in der Geschichte Pakistans wurden rund 140 Menschen getötet und etwa 500 weitere verletzt worden.

    Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf hat von den Geheimdiensten des Landes gefordert, das Attentat binnen 48 Stunden aufzuklären.

    Benazir Bhutto ist die Tochter des 1979 hingerichteten pakistanischen Nationalhelden Sulfikar Ali Bhutto und Chefin der Pakistan's People's Party (PPP). Sie war die erste Frau, die in einem islamischen Land an die Spitze der Regierung (1988 bis 1990 und 1993 bis 1996) getreten war. Nach dem unblutigen Staatsstreich von General Pervez Musharraf ging sie 1999 freiwillig ins Exil, um einer Verhaftung wegen Korruptionsvorwürfen zu entgehen.

    Musharraf hatte im Oktober das Dekret über die nationale Einheit erlassen, mit dem Politiker, die in den Jahren von 1988 bis 1999 ein Staatsamt bekleidet haben, amnestiert wurden. Beobachter werteten den Schritt als Grundlage eines politischen Bündnisses zwischen Musharraf und Bhutto.

    Bhutto hat bereits angekündigt, dass sie zur Parlamentswahl Anfang Januar 2008 kandidieren und sich um den Posten des Premierministers bewerben wolle.