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    Irans Sicherheitsratschef und Atom-Chefunterhändler Ali Laridschani ist zurückgetreten.

    TEHERAN, 20. Oktober (RIA Novosti). Irans Sicherheitsratschef und Atom-Chefunterhändler Ali Laridschani ist zurückgetreten.

    Das teilte der iranische Regierungssprecher Gholam Hossein Elham am Samstag in Teheran mit. Laridschani habe mehrmals seinen Rücktritt eingereicht, nun wurde dem Gesuch stattgegeben, sagte Elham.

    Laridschanis wahrscheinlicher Amtsnachfolger sei der stellvertretende Außenminister Said Dschalili, sagte der Sprecher. Dieser werde sich mit dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana wie geplant treffen.

    Wie RIA Novosti bereits berichtete, sollten Laridschani und Solana am 23. Oktober in Rom über eine Lösung des Atomstreits zwischen der UNO und Iran zu beraten.

    Die Vereinten Nationen befürchten, dass Iran heimlich an Atomwaffen baut, und fordern von Teheran den Verzicht auf die Urananreicherung. Der Weltsicherheitsrat verabschiedete bereits zwei Resolutionen, die Sanktionen gegen Iran beinhalteten. Trotzdem weigert sich die Regierung in Teheran, die Urananreicherung einzustellen. Als Mitglied des Atomwaffensperrvertrages habe Iran das Recht auf Urananreicherung zu friedlichen Zwecken, begründet Teheran seine ablehnende Haltung.

    Nach den ersten Verhandlungen zwischen Laridschani und Solana in diesem Sommer willigte Iran jedoch in eine engere Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) ein. Am 21. August vereinbarten Iran und die IAEO einen Zeitplan für die Klärung aller noch offenen Fragen zum Atomprogramm. Später bestätigte die IAEO, dass alle Fragen, die mit den iranischen Plutoniumexperimenten verbunden sind, bereits geklärt seien. Iran verpflichtete sich, alle noch offenen Fragen der IAEO bis Jahresende zu beantworten.

    Angesichts dessen haben die Sechser-Staaten (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland), die im Atomstreit mit Iran vermitteln, am 28. September beschlossen, die Entscheidung über neue Sanktionen gegen Iran auf November zu verschieben. Bevor sie eine neue UN-Resolution zum Iran konzipiert, will die Sechser-Gruppe entsprechende Berichte vom EU-Außenbeauftragten Javier Solana und IAEO-Generaldirektor Mohammed ElBaradei anhören.

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